Die demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber Bloomberg, Warren, Sanders und Biden während der TV-Debatte. | Bildquelle: REUTERS

"Super Tuesday" Vier Demokraten haben noch Chancen

Stand: 03.03.2020 10:50 Uhr

Sechs Kandidaten sind bisher bei den Demokraten im Kampf ums Weiße Haus bereits ausgestiegen. Wer ist noch dabei? Wer hat die besten Chancen, Trump herauszufordern?

Bernie Sanders

Bernie Sanders beim Vorwahlkampf der Demokraten in South Carolina | Bildquelle: dpa
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In den Umfragen auf Platz eins: Bernie Sanders.

Der linksgerichtete Senator ist inzwischen Favorit im Präsidentschaftsrennen. Der 78-Jährige landete in zwei der vier bisherigen Vorwahlen vorn und führt die landesweiten Umfragen klar an. Sanders könnte beim "Super Tuesday" seine Führungsposition ausbauen und seinen Mitbewerbern davon eilen. Der 78-Jährige dürfte unter anderem Kalifornien für sich entscheiden.

Mit seinem dezidiert linken Wahlprogramm ist Sanders ein Idol für viele junge Wähler. Der selbsternannte demokratische Sozialist verspricht die "politische Revolution", will eine gesetzliche Krankenversicherung für alle, eine Reichensteuer und strengere Regeln für die Wall Street. Bei vielen Demokraten stößt das Nicht-Parteimitglied Sanders, das sich 2016 ein furioses Vorwahlrennen mit Hillary Clinton geliefert hatte, aber auf heftige Ablehnung. Sie fürchten, dass der Senator aus Vermont mit seinen Positionen Wähler der Mitte vergraulen und bei der Präsidentschaftswahl gegen Amtsinhaber Donald Trump untergehen würde. Trump bezeichnet Sanders als "Kommunisten" - eine Rhetorik der Angstmache, die bei vielen Wählern ziehen könnte.

Joe Biden

Der frühere Vize von US-Präsident Barack Obama galt lange Zeit als Favorit, schnitt bei den ersten Vorwahlen aber miserabel ab und fiel auf Platz zwei hinter Sanders zurück. Sein klarer Sieg am Wochenende bei der Vorwahl im Bundesstaat South Carolina gab dem 77-jährigen Mitte-Politiker neuen Schwung im Wahlkampf.

Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden in South Carolina. | Bildquelle: AP
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Auf Platz zwei bislang: der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden.

Am Montag erhielt er zudem die Unterstützung des überraschend starken Mitbewerbers Pete Buttigieg, und der Senatorin Amy Klobuchar, die ebenfalls dem moderaten Flügel der Partei angehören. Der Beistand für Biden ist ein Versuch, eine Nominierung von Sanders zu verhindern.

Der versucht mit seiner großen politischen Erfahrung zu punkten. Der langjährige Senator gibt sich als Versöhner einer von Trump gespaltenen Nation, der wieder Anstand und Verlässlichkeit nach Washington bringen kann. Doch bei TV-Debatten und Wahlkampfauftritten zeigte Biden immer wieder Schwächen und leistete sich Aussetzer und Versprecher.

Michael Bloomberg

Der Medienmilliardär und frühere New Yorker Bürgermeister ließ die bisherigen Vorwahlen aus und steigt erst zum "Super Tuesday" ins Rennen ein. Der 78-Jährige hatte seine Kandidatur erst spät verkündet, machte dies aber mit einer wahren Flut an Wahlwerbung wieder wett.

Mike Bloomberg in Richmond | Bildquelle: dpa
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Dank riesigem Budget auf Platz drei: Michael Bloomberg.

Der Gründer der Finanznachrichtenagentur Bloomberg - mit einem Vermögen von mehr als 55 Milliarden Dollar einer der reichsten Menschen der Welt - hat Hunderte Millionen aus seinem Privatvermögen in den Wahlkampf gesteckt und in landesweiten Umfragen Platz drei erobert.

Für seine hohen Ausgaben wird er von vielen Demokraten offen angefeindet: Sie werfen dem Vertreter der politischen Mitte und früheren Republikaner vor, sich die Präsidentschaft erkaufen zu wollen. Bei den jüngsten TV-Debatten geriet Bloomberg unter Beschuss und machte keine gute Figur.

Elizabeth Warren

US-Senatorin Elizabeth Warren | Bildquelle: MATT MARTON/EPA-EFE/REX
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Ebenfalls noch im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur: Elizabeth Warren.

Die 70-jährige Senatorin ist eine wortgewaltige Vertreterin des linken Parteiflügels. Die frühere Jura-Professorin hat sich den Kampf gegen die Korruption auf die Fahnen geschrieben und will die Macht von Großkonzernen beschneiden. Sie beeindruckt im Wahlkampf mit detaillierten Politikvorschlägen und großer Sachkenntnis. 

Ihr Problem: Bislang kommt die Senatorin nicht an Sanders vorbei, der ähnliche Positionen vertritt und linke Wähler elektrisiert. Die ersten vier Vorwahlen verliefen für sie enttäuschend. Zuletzt konnte Warren mit pointierten Verbalattacken gegen Bloomberg punkten.

Auch die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard ist noch im Rennen, spielt jedoch keine größere Rolle.

Die US-Abgeordnete Tulsi Gabbard | Bildquelle: AP
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Kaum Chancen: Tulsi Gabbard.

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