Jahresrückblick 1983 Invasion auf Grenada

Stand: 15.12.2010 21:15 Uhr

Im Oktober besetzen US-amerikanische Elitetruppen die Insel Grenada in der Karibik. Die winzige Insel vor der südamerikanischen Küste droht sich nach der Einschätzung von US-Präsident Ronald Reagen in einen sowjetisch-kubanischen Stützpunkt zu verwandeln. Am 25. Oktober landen Soldaten aus Amerika und den Nachbarstaaten Grenadas auf der Insel. Die Ostkaribik wird zum Kriegsschauplatz.

Die offizielle Begründung für den Einmarsch ist der Schutz von US-Bürgern nach dem Putsch von linksextremen Offizieren auf der Insel. Auch müssten Ruhe und Ordnung wiederhergestellt werden. Weiter heißt es, das karibische Staaten ein Hilfeersuchen an die USA gerichtet hätten. Sicher ist, dass amerikanische Studenten ausgeflogen worden sind. Die US-Soldaten durchkämmen den Dschungel, dabei wird ihnen von den etwa 1500 Soldaten Grenadas und kubanischen Entwicklungshelfern Widerstand geleistet. Die Kämpfe nehmen schnell die Form eines Guerillakrieges an. Mehr als 600 Kubaner werden gefangengenommen und in Lager gebracht. Das Personal der kubanischen Botschaft findet Schutz in der sowjetischen Vertretung, die anderen Menschen werden nach Kuba ausgeflogen. Nach wenigen Tagen können die Putschisten gefasst werden.

Die Vereinten Nationen verurteilen die Invasion, die amerikanische Bevölkerung billigt das Vorgehen ihres Präsidenten.

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