''Das Wunder von Lengede''

Stand: 30.08.2007 03:53 Uhr

Eine der wohl dramatischsten Rettungsaktionen ereignet sich nach einem Grubenunglück im niedersächsischen Lengede. Am Abend des 24. Oktober bricht die Abdeckung eines Klärbeckens zusammen und 460.000 Kubikmeter Wasser ergießen sich in die Tiefe. 19 Bergleute sind sofort tot. In den nächsten 24 Stunden werden 86 Überlebende gerettet. 21 Kumpels warten noch auf ihre Rettung. Sie flüchten in einen stillgelegten Schacht der Erzgrube "Mathilde". Durch eine noch funktionierende Röhre erhalten sie Sauerstoff.

Von herunterfallenden Gesteinsbrocken werden zehn weitere Bergleute im Schlaf erschlagen. Nach weiteren zehn Tagen in der Tiefe, ohne Licht oder Essen, hören die Helfer übertage die Klopfzeichen der letzten elf Kumpel. Es wird ein Rettungsschacht zu den Überlebenden gebohrt. Mit Hilfe der so genannten "Dahlbuschbombe", einer 2,5 Meter langen Metallkapsel mit einem Durchmesser von 40 Zentimeter, werden die elf überlebenden Bergleute nach 14 Tagen ans Tageslicht befördert. Die Katastrophe und die Rettung der letzten Überlebenden  geht als "Das Wunder von Lengede" in die Geschichte ein.