Jahresrückblick 1959 Internationale Kulturmeldungen

Stand: 06.12.2010 11:36 Uhr

Der amerikanische Architekt Frank Lloyd Wright, einer der bedeutendsten Vorkämpfer der modernen Baukunst, hatte mit dem Guggenheim Museum in New York den idealen Ausstellungsbau unserer Zeit schaffen wollen. Wright stirbt im April.

Ein deutsches Museum, die Hamburger Kunsthalle, zeigt im Februar eine Ausstellung mit Werken des russisch-französischen Malers Marc Chagall. Sie ist mit 250 Bildern die bisher umfangreichste Gesamtschau seines Werkes. Einen wichtigen Nachtrag zur Geschichte des deutschen Theaters verzeichnet ebenfalls Hamburg. Gustav Gründgens inszeniert die Welturaufführung des Bert-Brecht-Stückes "Die heilige Johanna der Schlachthöfe". In der Titelrolle: Hanne Hiob.

Ein in aller Welt beachtetes Experiment auf dem Gebiet der bildenden Kunst: Die Documenta 2 in Kassel. Im Juli wird die viel diskutierte Ausstellung eröffnet. Das andere große Theaterereignis dieses Jahres ist die umstrittene Inszenierung des Dramas "Dantons Tod" von Georg Büchner in den Münchner Kammerspielen. Den Danton spielt Hans-Christian Blech.

Das große Ereignis des internationalen Geisteslebens ist wie in jedem Jahr die Verleihung der Nobelpreise. In Oslo erhält der englische Politiker Philip Noel Baker den Friedensnobelpreis. In Stockholm werden die Nobelpreise für Physik, Chemie, Medizin und Literatur verliehen.

Ein feierlicher Festakt in der Bundesrepublik ist die Einweihung der neuen Beethoven-Halle in Bonn. Professor Heuss nimmt zum letzten Mal seine Repräsentationspflichten als Bundespräsident wahr. Als Privatmann würdigt er im Schillerjahr 1959 seinen großen schwäbischen Landsmann. Die Landeshauptstadt von Württemberg begeht den 200. Geburtstag Schillers mit einer Aufführung seines unvollendeten letzten Werkes "Demetrius" - der Tragödie des falschen Zaren Dimitri.

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