Jahresrückblick 1960 Ereignisse und Katastrophen

Stand: 06.12.2010 14:50 Uhr

Die Zusammenarbeit der einzelnen Staaten in Europa wird enger. Am 1. Juli wird die zweite zehnprozentige Senkung der Zölle innerhalb der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Kraft gesetzt. In Stockholm wird die "kleine Freihandelszone" gegründet. In Paris gründen am 14. Dezember 20 Staaten die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

In Deutschland werden zahlreiche neue Wohnungen gebaut. In zwölf kreisfreien Städten und 82 Landkreisen werden die Wohnungsämter abgeschafft. Außerdem werden 200 Kilometer Autobahn für den Verkehr freigegeben. Das Volkswagen-Werk wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Ruhrgebiet weichen unrentable Zechen modernen Industrieanlagen. Japanische Bergleute und ägyptische Ingenieure besuchen Deutschland. In Baden-Würtemberg und im Saarland finden Landtagswahlen statt.

Auseinandersetzung mit dem Holocaust

Die nationalsozialistische Vergangenheit beschäftigt Deutschland: Hakenkreuz-Schmierereien und Schmähungen zeugen von Antisemitismus. Die Bevölkerung bekundet ihren Protest mit Demonstrationen. Im Mai verhaften israelische Agenten den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann in Argentinien. Schriftsteller und Künstler setzten sich mit öffentlichen Aktionen mit der Vergangenheit auseinander.

Kultur und Bildung

Aufgrund des Studienplatzmangels legt der deutsche Wissenschaftsrat ein Konzept zum Ausbau der wissenschaftichen Einrichtungen vor. Kulturelle Höhepunkte sind die Verleihung der Nobelpreise und die bundesdeutschen Festspiele in Oberammergau. Der 37. eucharistische Weltkongress findet in München statt.

Viele Tote bei Katastrophen

1960 ist auch ein Jahr der Katastrophen. Neben Bergwerksunglücken in Zwickau und Salzgitter fordern auch Erdbeben im marokkanischen Agadir und in Chile viele Tote und Verletzte. Weitere tragische Ereignisse sind Luftfahrtunglücke in New York und München.

Darstellung: