Jahresrückblick 1966 Regierungswechsel in Afrika

Stand: 09.12.2010 15:12 Uhr

In den afrikanischen Staaten verändern sich die Regierungen. Nigeria erlebt zwei Staatsstreiche hintereinander, in Ghana wird Präsident Nkrumah abgesetzt, während er sich im Ausland befindet. Der Konflikt mit der rhodesischen Rebellenregierung führt zu wirtschaftlichen Sanktionen und in Südafrika wird die Politik der Rassentrennung fortgeführt.

Nigeria wird von zwei Staatstreichen erschüttert. Nach der kurzen Machtübernahme durch General Ironsi folgt kurze Zeit später ein zweiter Putsch durch General Gowon.

Ghana

In Ghana wird Präsident Nkrumah durch einen nationalen Befreiungsrat abgesetzt, während er sich im Ausland befindet. Seine Idee des sozialistischen Vereinigten Afrika, für deren Verwirklichung er Hilfe in Moskau und Peking sucht, stößt auf den Widerstand der Bevölkerung. Die neue Militärregierung verspricht, die immensen Schulden abzubauen und lässt politische Gefangene frei.

Rhodesien

Ian Smith stärkt als Premierminister Rhodesiens seine Position und regiert weiter. Die schwarze Mehrheit des Landes fordert den Sturz der Regierung, da die weiße Minderheit Rhodesiens der schwarzen Mehrheit ein angemessenes Mitspracherecht in der Politik verweigert. Alle internationalen Interventionsversuche scheitern. Als letzte britische Verhandlungsversuche scheitern, verhängt der Weltsicherheitsrat der UN wirtschaftliche Sanktionen gegen Rhodesien.

Südafrika

In Südafrika wird Premierminister Hendrik Verwoerd ermordet. Neuer Premier wird Balthazar Johannes Vorster, der die Politik der strikten Rassentrennung weiterführt.

Senegal

In Dakar findet das erste Weltfestival der afrikanischen Kunst statt. Dort wird die kulturelle Vielfältigkeit Afrikas vorgestellt.