Jahresrückblick 1974 25 Jahre DDR und BRD

Stand: 13.12.2010 15:19 Uhr

Die beiden deutschen Staaten begehen ihre Gründungsjubiläen auf ganz unterschiedliche Weise. Der 25. Staatsgeburtstag der Deutschen Demokratischen Republik ist ein Tag, der für militärische Präsenz und Paraden genutzt wird. Der Staat lässt sich vor allem von jungen Leuten feiern. Die organisierte Fröhlichkeit auf den Straßen und Plätzen Ost-Berlins gehört zur Darstellung eines Selbstverständnisses, das nicht frei ist von Unsicherheiten gegenüber der Bevölkerung.

In der Bundesrepublik scheint der Gründungstag im Verhältnis fast in Vergessenheit geraten zu sein. Vielerorts werden aber Volksfeste veranstaltet.

Friedliche Koexistenz

Ost-Berlin hat viele Gründe, den 25. Jahrestag festlich zu begehen. Die internationale Anerkennung und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den Staaten der Welt besiegeln die Situation in Deutschland. Die Illusion der Überwindbarkeit der Grenzsituation in Deutschland aus den Gründungstagen beider Staaten ist verflogen. Die Verträge mit der DDR, das Berlinabkommen der Alliierten zementieren die Grenzen in Deutschland und fördern den Zwang zur Abgrenzung der sozialistischen DDR gegenüber der Bundesrepublik.

Für die Bürger der Bundesrepublik und West-Berlins sind die Verträge der beiden Staaten längst praktizierbare Gewohnheit geworden. Der Reiseverkehr auf den Transitwegen läuft fast unproblematisch. Die Möglichkeiten zu Besuchen in die DDR werden erweitert. Das Zusammenleben ist friedlich.

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