Jahresrückblick 2005 Naturkatastophen

Jahresrückblick 2005 Das Jahr der Naturkatastrophen

Stand: 21.12.2010 18:26 Uhr

Tsunami in Asien

Wenige Tage vor dem Jahreswechsel, am 26. Dezember 2004, löste ein Erdbeben der Stärke 9,0 den Tsunami in Asien aus. Mit schier unglaublicher Kraft zerstörte die Welle an den Küsten des Indischen Ozeans Dörfer, Hotels und Städte. Erst in den Tagen und Wochen danach wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich. Mehr als 200.000 Menschen sterben, fast zwei Millionen Menschen verlieren all ihr Hab und Gut - der Tsunami in Südasien richtet unermessliches Leid an.

Bild aus Privatvideo, das die Flutwelle in Penang/Malaysia zeigt

Ein Amateuer-Video zeigt die malaysische Insel Penang unmittelbar nach der Katastrophe.

Hurrikans in Amerika

Am 29. August wütet Hurrikan "Katrina" in den US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Florida, Georgia und Alabama. Mehr als 1300 Menschen sterben. Ein Gebiet von der Größe Großbritanniens wird zerstört, darunter auch große Teile der Touristenmetropole New Orleans. Erstmals treibt "Katrina" den Ölpreis über 70 Dollar pro Barrel.

Mit meterhohen Flutwellen und stundenlangen Regenfällen folgt auf "Katrina" am 24. September Hurrikan "Rita" und löst an der US-Golfküste in den Bundesstaaten Texas und Louisiana schwere Überschwemmungen aus. Etwa 100 Menschen sterben. Sechs Wochen nach "Katrina" entwickelt sich "Wilma" zum stärksten je gemessenen Wirbelsturm und richtet schwere Schäden in Mexiko, Kuba und Florida an.

Der Wirbelsturm "Stan" richtet im Oktober in Zentralamerika mindestens ebenso schlimme Verwüstungen an. Mehr als 2000 Menschen kommen ums Leben. Insgesamt zählen die Forscher in der Saison 26 tropische Wirbelstürme, von denen 14 Hurrikanstärke erreichten - so viele, wie noch nie zuvor.

Erdbeben in Pakistan

Am 8. Oktober, während "Wilma" auf die Küsten Mexikos zurast, bebt im Nordwesten Pakistans sowie im benachbarten Indien die Erde. Das Erdbeben mit der Stärke 7,6 auf der Richterskala tötet in Pakistan etwa 87.000 Menschen, in Indien mehr als 1000 Menschen. Rund 69.000 Menschen werden verletzt, mehr als drei Millionen Menschen obdachlos.