Jahresrückblick 1995 Dayton-Abkommen unterzeichnet

Stand: 18.12.2010 18:02 Uhr

Nach fast vier Jahren Blutvergießen in Bosnien, das mehr als 200.000 Menschenleben forderte, müssen sich die Kriegstreiber unter westlichem Druck zusammensetzen und das Dayton-Abkommen unterzeichnen.

Vorher war das glücklose UNO-Mandat nach einem neuen serbischen Massaker durch ein NATO-Kommando ersetzt worden, das die serbischen Stellungen bombardierte. Das Blatt wendete sich: Kroatien nahm die serbisch besetzte Krajina wieder ein, nun verließen die serbischen Einwohner in langen Trecks die Region. Aber immerhin konnten die Menschen in Sarajevo und Tusla wieder auf die Straße gehen, ohne Angst vor Heckenschützen haben zu müssen.

Wie die Menschen, die Krieg und Flucht aus ihrem Leben gerissen hatte, zusammenleben sollen, bleibt weiter ungewiss. Das multikulturelle Bosnien ist für immer ausgelöscht.

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