Markus H., Mitangeklagter im Mordfall Lübcke | THOMAS LOHNES/POOL/EPA-EFE/Shutt
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Lübcke-Prozess Brandanschlag auf Auto des Mitangeklagten

Stand: 29.01.2021 19:48 Uhr

Markus H. wurde im Lübcke-Prozess vom Vorwurf der Beihilfe zum Mord freigesprochen, aber wegen eines Waffendelikts zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Jetzt gab es einen Brandanschlag auf sein Auto.

 Von Carsten Meyer und Joachim F. Tornau, NDR

Der im Lübcke-Prozess vom Vorwurf der Beihilfe zum Mord freigesprochene Markus H. ist zum Ziel eines Anschlags geworden. Nach Informationen des ARD-Politikmagazins Panorama ist bereits in der Nacht zum Montag ein Auto, das der 44-Jährige genutzt haben soll, angezündet und erheblich beschädigt worden.

In einem Bekennerschreiben, das auf dem linksradikalen Internetportal Indymedia auftauchte, bezichtigten sich Unbekannte der Tat. Markus H. habe bei der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke "mitgeschossen genau wie tausende von afd und pegida", heißt es in dem vollständig kleingeschrieben Text, "und dafür muss er sich verantworten. das zerstörte auto ist dazu nur ein kleiner beitrag".

 

Polizei ermittelt "in alle Richtungen"

Nach Polizeiangaben entstand bei dem Brand ein Sachschaden von rund 4000 Euro. Das offenbar vorsätzlich gelegte Feuer habe den Nissan Almera "im Frontbereich völlig zerstört". Dass der Kleinwagen von Markus H. genutzt wurde wollte Polizeisprecher Matthias Mänz auf Anfrage nicht bestätigen - "zum Schutz von Persönlichkeitsrechten und aus Opferschutzgründen" mache man dazu grundsätzlich keine Angaben. Ein politisches Motiv der Brandstiftung sei jedoch nicht auszuschließen, auch wenn man derzeit noch in alle Richtungen ermittele. Das Bekennerschreiben sei bekannt und werde "geprüft".

Geparkt war das Auto in einem Kasseler Industriegebiet, unweit der Garagenanlage, in der Markus H. schon vor seiner Festnahme im Juni 2019 eine Garage gemietet hatte. Bei einer Durchsuchung waren dort damals NS-Devotionalien in großer Zahl sichergestellt worden, darunter eine Büste von Adolf Hitler und ein handtellergroßes Hakenkreuz. Der Anwalt von Markus H., Björn Clemens, ließ eine Anfrage zur Tat unbeantwortet.

Von Beihilfe-Vorwurf freigesprochen

Markus H. war im Lübcke-Prozess am Donnerstag zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe wegen eines Waffendelikts verurteilt worden. Vom Vorwurf der Beihilfe zum Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke sprach ihn das Frankfurter Oberlandesgericht aus Mangel an Beweisen frei. Die Bundesanwaltschaft hatte Markus H. zur Last gelegt, den Mörder von Walter Lübcke, Stephan E., etwa durch gemeinsame Schießtrainings und Besuche von AfD-Kundgebungen im Tatenschluss bestärkt zu haben.

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KOMMENTARE

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melancholeriker 29.01.2021 • 23:36 Uhr

um 22:57 von Finn Serene @ fathaland slim, 21:45

Links und rechts, Etiketten für den Konsum fertiger Module. Ich halte mich da an alte Weisheit: ------ Fehlt's dem Mensch an Eigenheiten tut's ihn zur Eigentümelei verleiten Doch kann er noch so viel besitzen, besessen noch dazu stibitzen Sein Eigen wird es nimmer bleiben und tät er es sich einverleiben. ----- Wer unter Corona nicht Bescheidenheit gelernt hat und sichselbst in Isolation nicht aushält ohne ständig Außenreize zu brauchen, wird es sehr, sehr schwer haben mit seinen Theorien und Büchern.