Chatprotokoll

tagesschau-Chat Tom Buhrow, ARD-Amerikaexperte

Stand: 07.02.2008 15:28 Uhr

Moderatorin: Einen Tag nach dem "Super Tuesday" bleibt es weiter spannend in den USA: Weder stehen klare Favoriten der beiden Lager fest, noch die Präferenz der US-Amerikaner für Republikaner oder Demokraten. Alles scheint möglich fürs Weiße Haus: Die erste Frau, der erste schwarze Präsident oder ein Vietnam-Veteran. Wieso eigentlich reden alle nur über Barack und Hillary? Unser Gast und kompetenter Gesprächspartner ist der ARD-Amerikaexperte und Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow. Er sitzt in Hamburg am Laptop. Vielen Dank, Herr Buhrow, dass Sie Zeit für den Chat haben. Die erste Frage nach Hamburg: Was hat Sie am gestrigen Ergebnis am meisten überrascht?

Tom Buhrow: Nicht allzu viel. Die Umfragen vorher hatten ja schon im Groben ergeben, dass es bei den Demokraten spannend bleibt und bei den Republikanern McCain vorne liegen würde.

Moderatorin: Hier kommt die Top-Frage aus unserem "Warteraum":

anothertom: Herr Buhrow, warum erweckt die US-Wahl auch in Deutschland ein so großes Medieninteresse? Immerhin ist es fast noch ein ganzes Jahr hin bis zur Wahl. Ich habe übertrieben gesagt den Eindruck, als wüsste man beinahe mehr über Clinton, Obama und Co. als beispielsweise über Frau Merkel vor der Bundestagswahl. Wird hier das Interesse der Masse bedient oder über das berichtet, was für uns Deutsche im Augenblick wirklich wichtig ist?

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Tagesthemen-Moderator war viele Jahre ARD-Korrespondent in Washington.

Tom Buhrow: Dazu muss ich länger antworten. Einmal ist natürlich der amerikanische Präsident wichtiger als eine deutsche Bundeskanzlerin, im Guten wie im Schlechten. Das Interesse ist auch nicht nur in Deutschland groß, sondern auf der ganzen Welt. Sogar extrem groß. Zum einen ist die Sehnsucht nach einem Wechsel auf der ganzen Welt verbreitet, zum anderen hat diese Wahl etliche historische Superlative zu bieten: Vielleicht die erste Frau als Präsidentin oder der erste Schwarze im Weißen Haus - oder, falls es McCain würde, der älteste Präsident, den es je beim Amtsantritt gab.

Außerdem ist alles offen. Wir beide waren noch nicht geboren, als zum letzten Mal eine Wahl stattfand, wo weder ein amtierender Präsident noch ein Vizepräsident Kandidat war. Es ist eine historische Wahl und die Welt spürt das. Insofern würde ich sagen: Das Resultat der Wahl ist für uns wichtig und der Verlauf ist super interessant. Echter Nachrichtenwert!

Henning: Die Medien (zumindest in Deutschland) scheinen viel mehr über die Nominierung bei Demokraten zu berichten als bei Republikanern. Gibt das den Demokraten einen Vorteil?

Tom Buhrow: Wenn deutsche Medienberichterstattung Einfluss auf amerikanische Wahlen hätte, wäre Bush schon letztes Mal abgewählt worden.

Moderatorin: Dennoch: Wie kommt es, dass sich das öffentliche Interesse so sehr um das Duell Hillary-Obama dreht?

Tom Buhrow: Die beiden haben natürlich den meisten Faszinationswert. Obama als Schwarzer, Hillary als Frau und dazu noch als Gattin des schillernden Bill Clinton. Dazu kommt noch etwas: Die Sehnsucht nach Wandel weg von Bush ist besonders in Europa so groß, dass wir automatisch voraussetzen, dass ein Republikaner keine Chance mehr hat. Da könnten wir uns aber täuschen.

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Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow im tagesschau.de-Chat. Tom Buhrow war viele Jahre ARD-Korrespondent in Washington

frederik: Herr Buhrow, inwiefern unterscheiden sich Frau Clinton und Herr Obama denn politisch? In den Medien werden vor allem die charakterlichen Unterschiede deutlich, politisch scheinen sich die beiden jedoch sehr ähnlich bezüglich der Themen Irak-Krieg, Gesundheitsreform ...

Tom Buhrow: Stimmt, hauptsächlich hat Obama die höhere Symbolkraft, was glaubwürdigen Wandel angeht. Frau Clinton hat 2002 im Senat Präsident Bush zum Krieg autorisiert. Das hängt ihr wie ein Mühlstein um den Hals, auch wenn jetzt beide ähnliche Pläne für einen amerikanischen Rückzug haben.

Moderatorin: Zum Thema Irak kommen wir noch - lassen Sie uns zunächst bei Obama bleiben: Gleich drei Fragen dazu:

JakkO: Kann Obama tatsächlich die amerikanische Politik so erneuern, wie er es verspricht (will)?

bob: Wie schätzen Sie die Chancen für Obama ein?

jschmidt: Ist Obama wirklich deutlich unerfahrener als Frau Clinton?

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"Obama hat eine Ausstrahlung wie John F. Kennedy"

Tom Buhrow: JakkO, niemand kann Wunder vollbringen, aber er hat eine Ausstrahlung wie Kennedy. Er kann Leute begeistern. Und etwas, was wir in Deutschland gar nicht mehr kennen: Man hört einem Politiker zu und glaubt anschließend ein bisschen mehr an das Gute, das man selbst zum Gemeinwesen beitragen kann. Er bringt die Leute dazu, die zynischen Masken abzulegen und zur Erneuerung des Landes beizutragen. Irgendwann würde es sich sicher verschleißen, aber erstmal könnte das Berge versetzen. Stellen Sie sich nur einmal vor, ein Präsident Obama ginge vor die Uno und verspräche: „Guantanamo wird dicht gemacht und Folter kommt für uns nicht in Frage.“ Man würde ihm mehr glauben als irgendjemand sonst.

Zu Bobs Frage: Schwer zu sagen, wie seine Chancen sind. Es ist wie beim Tennis. Es kommt nicht darauf an, Treffer zu landen, sondern Fehler zu vermeiden. Der Wahlkampf wird noch brutaler als bisher und Obama wird noch viele Bewährungsproben überstehen müssen.

An Jschmidt: Ja, er ist unerfahrener als Frau Clinton, aber wie sagte gerade der Schauspieler Robert de Niro: Wenn Erfahrung bedeutet, dass man Bush den Irakkrieg ermöglicht, dann habe ich die Nase voll von Erfahrung.

monspi: Herr Buhrow, was denken Sie persönlich: Ist Amerika "reif" für den ersten schwarzen Präsidenten?

Tom Buhrow: Ja! Natürlich ist Amerika nicht das Paradies auf Erden, aber es ist das Land, das mehr aus Träumen und aus Zuversicht gemacht ist als aus Materie. Natürlich gibt es dort noch Rassismus, aber Bill Clinton hat es einmal so formuliert: Am Ende lassen wir uns von unseren inneren Engeln leiten, aber nicht von unseren Dämonen.

grünstein: Wie würde ein schwarzer US-Präsident das Bild der USA in der Welt verändern?

Tom Buhrow: Allein seine Präsenz würde viel von dem schlechten Image der Bush-Jahre ausradieren. Und wenn er nach Kenia geht und versucht, dort den drohenden Bürgerkrieg zu schlichten, dann ist er nicht irgendein Präsident einer fernen Supermacht, sondern ein Mann, in dem sich die Konfliktparteien wiedererkennen können.

laubert: Ist die Begeisterung, die Obama auslöst, nicht ein wenig unbegründet? Wird er diese Erwartungen erfüllen können?

Tom Buhrow: Nach den Bush-Jahren sind die Erwartungen so groß, dass selbst Superman sie nicht erfüllen könnte. Aber die Welt würde Obama eine echte Chance für einen frischen Start geben.

JungUsSiebursch: Hallo Herr Buhrow, sollte Deutschland nicht als Erstes an außenpolitischer Erfahrung und Zuverlässigkeit eines US-Präsidenten interessiert sein? Mir persönlich wäre da eine Clinton lieber als ein Obama.

Tom Buhrow: Legitim: Viele Amerikaner denken ja auch so und in der Tat ist Erfahrung gerade für die außenpolitischen Entscheidungen wichtig, aber was unser Interesse angeht, würde ich sagen: Für uns kann schon nichts mehr schief gehen. McCain ist zwar ein harter Bursche, aber er kennt und schätzt Deutschland (er ist jedes Jahr in der Münchner Sicherheitskonferenz). Romney ist Geschäftsmann - also pragmatisch. Hillary Clinton kennt und schätzt Deutschland wie ihr Mann und Obama würde mit Sicherheit unsere verlässliche Partnerschaft zu schätzen wissen. Zusammengefasst: Die Zeit der Neokonservativen ist vorbei.

Buchtipp

Zusammen mit seiner Frau Sabine Stamer, die ebenfalls Journalistin ist, hat Tom Buhrow 2006 das Buch "Mein Amerika - Dein Amerika" verfasst. Darin berichtet er über seine Erfahrungen in den USA (Rowohlt-Verlag).

Bayern: Wie denken die Amerikaner über die Bewerbung einer Frau?

Tom Buhrow: Grundsätzlich positiv. Ich habe im Herbst viele konservative Frauen getroffen, die sonst immer republikanisch wählen und die von Hillary unglaublich beeindruckt sind. Hillarys Handicap ist nicht, dass man Vorbehalte gegenüber einer Frau hat, sondern ihr Mann. Im Vorwahlkampf kann Obama sich nicht leisten, das anzusprechen. Aber ich garantiere Ihnen: Im Hauptwahlkampf würden die Republikaner Gerüchte über neue Affären und alles mögliche in die Welt setzen.

Fischer: Lassen die Amerikaner sich vielleicht auch dadurch beeinflussen, dass Deutschland auch eine Frau an der Macht hat und sie Frau Merkel vielleicht mögen?

Tom Buhrow: Ausländische Aspekte beeinflussen amerikanische Wähler gar nicht.
Aber es stimmt: Frau Merkel ist populär und manche Amerikaner sagen: Da gibt es Frau Merkel, es gab Frau Thatcher - sollen wir die Letzten sein?

buddha: Nachfrage: Warum ist Bill Clinton ein Handicap für seine Frau?

Tom Buhrow: Er wäre immerhin fast des Amtes enthoben worden, er gilt als unberechenbar und leichtsinnig. Viele haben zwar eine gute Erinnerung an die Resultate seiner Politik, aber Amerikaner hassen Erbpfründe. Vier Jahre Bush senior, acht Jahre Clinton, acht Jahre Bush junior - da sagen viele: "Sind wir denn eine Dynastie?"

Timon-K.: Kann das sehr knappe Ergebnis am Ende die Partei dazu bewegen, beide Kandidaten zusammen ins Rennen um das Präsidentenamt zu schicken?

Tom Buhrow: Das ist nicht undenkbar. Aber dieser Vorwahlkampf wird noch bis aufs Blut ausgefochten werden und da ist fraglich, ob die zwei Hauptkampfhähne sich am Ende in den Armen liegen können.

Moderatorin: Eine Nachfrage noch zu Bill Clintons aktueller Rolle:

Stan: Warum ist Bill dann aber beteiligt am Wahlkampf seiner Frau? Hilft er ihr damit denn dann wirklich?

Tom Buhrow: Ein schwieriger Balance-Akt. In den letzten Wochen hatte er auch schon ein paar Mal das Blatt überreizt und war damit ein kleiner Stolperstein. Die Clintons wollen ihn zwar nutzen, müssen aber auch ständig aufpassen, dass er die Kandidatin nicht überstrahlt oder etwas sagt, was von ihrer Wahlkampf-Botschaft ablenkt.

CCE: Ist eine Präsidentschaft von Clinton mit einem Vizepräsidenten Obama oder andersherum denkbar?

Tom Buhrow: Wie gesagt: Die beiden werden noch bis zum letzten Blutstropfen kämpfen und da ist die Frage, ob man sich nach zum Teil persönlichen Angriffen schnell und glaubwürdig versöhnen kann.

calypso242: Obama hat 14 der 22 "Super-Tuesday"-Staaten gewonnen, wieso machen jetzt große Teile der Medien alles an New York (Clintons Heimatstaat) und Kalifornien (40 Prozent der Stimmen sind "Absentee Ballots", die schon vor Wochen abgegeben wurden) fest? Ist nicht Obama der eindeutige Gewinner des "Super Tuesdays"?

Tom Buhrow: Am Ende zählen nur Delegiertenstimmen. Und weil bei den Demokraten die Delegiertenstimmen der einzelnen Staaten nach dem Verhältniswahlrecht proportional vergeben werden, bekommt der Gewinner eines Staates nicht alle Delegiertenstimmen. Deshalb bleibt es so knapp. Es gibt sogar schon Spekulationen und Berechnungen, dass bei einem Patt am Ende sogar die Stimmen von jenen Staaten dazu gerechnet werden könnten, die im Augenblick ungültig sind (weil sie die Abstimmung ohne Erlaubnis der Partei vorverlegt hatten).

totti: Wie hoch sehen Sie denn die Chancen, dass überhaupt ein Demokrat in das Weiße Haus einziehen wird?

Tom Buhrow: Relativ groß, weil die Wechselstimmung so stark ist. Bush hat die niedrigsten Popularitätswerte eines Präsidenten seit dem Vietnamkrieg und das färbt auf seine ganze Partei ab.

München: Besteht nicht die Gefahr, dass nach diesem Vorwahlkampf die Demokraten so gespalten sind, dass am Ende John McCain der lachende Dritte sein wird?

Tom Buhrow: Ich glaube nicht, dass die Demokraten gespalten sein werden. Aber die Kandidaten können sich im Vorwahlkampf beschädigen. Das ist alles Wahlkampfmunition für die Republikaner im Hauptwahlkampf. Grundsätzlich gilt: McCain ist der Beste, den die Republikaner noch aus dem Hut zaubern können.

Moderatorin: Stichwort Irak:

JungUsSiebursch: Wie wird der Irak-Krieg tatsächlich in der US-amerikanischen Öffentlichkeit beurteilt? Wo liegen die Unterschiede zwischen unserer Meinung, beziehungsweise unserer Wahrnehmung und der amerikanischen?

Tom Buhrow: Auch die Amerikaner haben den Irakkrieg als Fehler verbucht, aber die jüngste Truppenverstärkung hat die Lage etwas beruhigt und das nehmen die Amerikaner stärker wahr als wir. Da diese Truppenverstärkung von McCain gefordert und durchgesetzt worden war, stärkt das sein Image als erfahrener Militärexperte. Noch ein Punkt: Auch wenn der Krieg selbst als Fehler angesehen wird, bleiben die Amerikaner patriotisch und unterstützen ihre Truppen. Ich bekam gestern Abend von einer amerikanischen Freundin eine Mail (sie hasst Bush), aber in dieser Kettenmail waren von A bis Z Fotos von Soldaten. Und der Appell, dass man im eigenen komfortablen Alltag die Opfer der einfachen Soldaten nie vergessen solle, ist für uns Deutsche schwer nach zu empfinden, nicht wahr?

Moderatorin: Würde die künftige Irak-Strategie eines demokratischen Präsidenten beziehungsweise einer demokratischen Präsidentin wirklich deutlich anders aussehen als die eines Republikaners?

Tom Buhrow: Nein, beide sind den gleichen Zwängen unterworfen. Möglich ist höchstens, dass ein Demokrat sich traut, ein Abzugsdatum festzusetzen.

Jojo: Ist es überhaupt möglich, die Amerikaner einfach so aus dem Irak abzuziehen (so wie es die Demokraten wollen)? Einfach so die Iraker alleine lassen?

Tom Buhrow: Gute Frage, die Antwort ist: Nein. Man kann schon von der Logistik her nicht von einem Tag auf den anderen abziehen. Das heißt: Aus welchem Teil zieht man zuerst ab, wie ist die Sicherheit der letzten Einheiten, etc. ?

Absalom: Obama betreibt eher eine konservative Außenpolitik, nicht wahr?

Tom Buhrow: Er würde wahrscheinlich von der Welt mehr verlangen, also von Afrika eigene Anstrengungen zur Überwindung der Armut, von Deutschland möglicherweise Einsätze im Süden Afghanistans. Und noch ein wichtiger Punkt: Auch Amerikaner, vor allen Dingen Demokraten, sind skeptisch, was Globalisierung angeht. Nicht auszuschließen, dass sie versuchen, ihre Außenhandelsbilanz zu verbessern - mit Folgen für ein Exportland wie Deutschland.

MKarcher: Wird Hillary den Nahost-Konflikt lösen können? Ihr Mann hatte es sich zu seinen Aufgaben gemacht.

Tom Buhrow: Wer den löst, bekommt 10 Friedensnobelpreise hintereinander. Im Ernst: Ohne Israelis und Palästinenser ist da natürlich nichts zu machen. Aber die Clintons waren schon immer extrem engagiert, was diesen Konflikt angeht. Das letzte Mal hat es Arafat vergeigt, der meinte, er könnte noch mehr heraus holen.

Teddy: McCain gilt als liberal-konservativ. Stimmen Sie zu?

Tom Buhrow: Ja, ich stimme zu. Er ist unideologisch und hat viel mit Demokraten zusammen gearbeitet, etwa bei der Reform der Wahlkampfspenden. Er tritt für seine Überzeugungen ein. Ich habe ihn einmal kennengelernt und halte große Stücke auf ihn.

Moderatorin: Wir kommen leider langsam zum Schluss. Ein persönliche und eine medienkritische Frage:

JENWEB: Ihre persönliche Einschätzung: wie werden die beiden Kandidaten heißen, die im Herbst in den Wahlkampf ziehen werden und wer wird amerikanischer Präsident und warum?

klausw: Woran liegt es, dass in den deutschen Medien so wenig über inhaltliche Standpunkte der Kandidaten berichtet wird? Man hat manchmal das Gefühl, es würde nur ein Staatsoberhaupt gewählt.

Tom Buhrow: Leider kann ich nur noch meinen persönlichen Tipp abgeben: Bei den Demokraten bleibt es bis zum Schluss offen, bei den Republikanern wird es McCain. Mein Tipp: Im Falle McCain gegen Clinton gewinnt McCain, im Fall McCain gegen Obama gewinnt Obama. Und vergessen Sie nicht, ich habe beim letzten Mal viele, viele Wetten gewonnen, auch gegen Vorgesetzte.... ;-)

Moderatorin: Bitte ein Schlusswort, lieber Herr Kollege: Stimmt Sie der laute und bunte Vorwahlkampf in den USA eher optimistisch oder pessimistisch?

Tom Buhrow: Optimistisch. Egal, welcher Kandidat gewinnt. Amerika hat jetzt schon gewonnen. Es ist wirklich eine Graswurzel-Demokratie. Welche Frische und welche Ohrfeigen für alle Experten, Medien, Millionenspender. Wann haben wir jemals die Chance, einen Regierungschef direkt zu wählen? Oder ein Mitglied der Europäischen Kommission? Wer über Politikverdrossenheit klagt, sollte sich das mal überlegen. Und damit: Keine weiteren Fragen, Euer Ehren!

Moderatorin: Eine gute und muntere Stunde tagesschau-Chat ist vorbei. Dankeschön an Tom Buhrow für die Ausführungen und Analysen. Dankeschön auch an unsere User für die vielen Fragen, die wir leider nicht alle stellen konnten. Das tagesschau.de-Team wünscht allen noch einen schönen Tag.

Moderator: Und hier noch das Ergebnis unserer Umfrage. Wir hatten gefragt: Ist Obama tatsächlich der überzeugendere Kandidat der Demokraten? 71% der User sagten 'ja', 29% 'nein'.

Tom Buhrow: Danke für das Interesse und nicht vergessen: Heute Abend Tagesthemen gucken!

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