Eine Frau steht vor den Trümmern ihrer zerstörten Hauses.  | Bildquelle: AFP

Indien und Bangladesch Viele Tote durch Zyklon "Bulbul"

Stand: 10.11.2019 18:32 Uhr

Das Ausmaß der Schäden durch den Zyklon "Bulbul" ist noch nicht absehbar. In Indien und Bangladesch wurden mindestens 20 Menschen getötet. Hunderte Bäume wurden entwurzelt, Strommasten kippten um.

In Indien und Bangladesch sind durch den Zyklon "Bulbul" nach Behördenangaben mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. In den Küstengebieten der beiden südasiatischen Länder mussten am Wochenende mehr als zwei Millionen Menschen aus Angst vor dem Sturm ihre Häuser verlassen.

"Bulbul" war in der Nacht zum Sonntag bei den weltweit größten Sundarbans-Mangrovenwäldern auf Land getroffen. Diese verbinden den indischen Bundesstaat Westbengalen mit Bangladesch. In Indien versuchten Retter, betroffene Region zu erreichen.

Große Teile der Ernte zerstört

"Hunderte von Bäumen und Strommasten wurden entwurzelt, und 5000 Häuser beschädigt", sagte Amalendu Dutta vom indischen Katastrophenschutz der Nachrichtenagentur dpa. In den Küstengebieten von Bangladesch habe der Sturm große Teile der Ernte, darunter Reis und Gemüse, zerstört. Es sei aber noch zu früh, um das genaue Ausmaß der Zerstörung zu benennen.

Zyklon "Bulbul" in Dhaka | Bildquelle: MONIRUL ALAM/EPA-EFE/REX
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Passagiere in Dhaka schützen sich auf einem Boot vor dem Regen des Zyklons "Bulbul"

Über Schäden in den Sundarbans-Mangrovenwälder war nach Angaben der Behörden zunächst nichts bekannt. Die Wälder wurden von der UNESCO Ende der 1990er-Jahre zum Weltnaturerbe erklärt. Sie beheimaten seltene Tier- und Pflanzenarten, auch den gefährdeten Königstiger, das Nationaltier Indiens.

Zyklon zieht nach Norden weiter

Mehrere Flug- und Schiffshäfen in der Region stellten den Betrieb vorübergehend ein, darunter auch der internationale Airport von Kolkata. Der Sturm hatte starke Winde und heftige Regenfälle in die Küstengebiete der beiden Länder gebracht, Überschwemmungen werden befürchtet.

Meteorologen erwarteten, dass das Unwetter Richtung Norden weiterziehe und sich dann abschwäche. 1991 hatte ein Zyklon in Bangladesch verheerende Überschwemmungen verursacht und mehr als 100.000 Tote gefordert.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 10. November 2019 um 17:00 Uhr.

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