Menschenmenge | Bildquelle: ARD-aktuell / Weiss

Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern Deutschland bei Fachkräften immer beliebter

Stand: 04.06.2019 18:11 Uhr

Deutschland ist bei hoch qualifizierten Zuwanderern weiterhin beliebt: Laut BAMF bekamen 2018 so viele Hochschulabsolventen wie nie die Blaue Karte der EU zur Aufenthaltserlaubnis. Die meisten von ihnen seien Inder.

Hochqualifizierte Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern entscheiden sich bei der Jobsuche im Ausland offenbar immer häufiger für eine Stelle in Deutschland. Im Jahr 2018 erteilten deutsche Behörden rund 27.000 top ausgebildeten Zuwanderern in Deutschland die Blaue Karte der EU. Dies hat das Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bekanntgegeben. Das seien so viele wie nie zuvor.

Mehr Blaue Karten in Deutschland

Deutschland liege damit bei der Erteilung der Blauen Karte innerhalb der Europäischen Union an der Spitze: Knapp 85 Prozent aller Zuteilungen entfielen im Jahr 2017 auf Deutschland. Seit Einführung der Regelung im August 2012 hätten die deutschen Behörden knapp 104.000 Blaue Karten an hoch qualifizierte Zugewanderte ausgegeben.

Im Jahresvergleich wurden 2018 in Deutschland 25,4 Prozent mehr Blaue Karten vergeben. Davon entfielen 42,3 Prozent auf Ausländer, die in der Regel zuvor nicht in Deutschland gelebt haben. Die übrigen 57,8 Prozent hätten hingegen ihre Karte nur verlängert oder vorher schon eine andere Art der Aufenthaltserlaubnis besessen, etwa für ein Studium in Deutschland.

Am häufigsten indische Fachkräfte

Die Blaue Karte erhalten in der Regel Hochschulabsolventen aus Drittstaaten mit einer Arbeitsplatzzusage und einem Bruttojahresgehalt von mindestens 53.600 Euro. Bei Ärzten, Ingenieuren oder Vertretern naturwissenschaftlicher Berufe reicht auch schon ein Mindestgehalt von mindestens 41.808 Euro brutto.

Am häufigsten zieht es indische Fachkäfte in die Bundesrepublik. Von den 2018 auf Basis der Blauen-Karten-Regelung zugewanderten Fachkräften machten Inder rund ein Drittel aus, gefolgt von Chinesen mit 25,9 Prozent und Russen mit 8,5 Prozent. Am stärksten nachgefragt waren die hoch qualifizierten Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten zuletzt von Firmen in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen.

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