Das Wort "postfaktisch" steht eingekreist auf dem Papier eines Flipcharts  | Bildquelle: dpa

Gesellschaft für deutsche Sprache "Postfaktisch" ist Wort des Jahres

Stand: 09.12.2016 11:22 Uhr

"Postfaktisch": wenn die gefühlte Wahrheit wichtiger ist als die auf Fakten basierende. Ein Begriff, der das Jahr 2016 geprägt hat - und nun von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres gekürt wurde.

"Postfaktisch" ist das Wort des Jahres 2016. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden bekannt. Es verweise darauf, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten gehe, erklärte die Jury.

"Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen 'die da oben' bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren", heißt es in der Begründung. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Peter Schlobinski, räumte ein, dass "postfaktisch" etwas akademisch klinge und noch keinen Eingang in die Umgangssprache gefunden habe.

"Postfaktisch" ist Wort des Jahres
tagesschau 20:00 Uhr , 09.12.2016, Gerrit Rudolph, HR

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Keine Tatsachen, sondern Bauchgefühl

Er betonte aber, es gehe beim Wort des Jahres nicht um die Häufigkeit des verwendeten Begriffs, sondern darum, ob es eine gesellschaftliche Entwicklung widerspiegele. Das sei bei "postfaktisch" der Fall. So sei es bei der Wahl des amerikanischen Präsidenten oder bei deutschen Landtagswahlen vielfach nicht um Tatsachen, sondern eher um ein "Bauchgefühl" gegangen.

Auf den zweiten Platz wählte die Jury "Brexit" und auf den dritten Platz "Silvesternacht" in Anspielung auf die sexuellen Übergriffe in Köln und anderen Städten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Dezember 2016 um 12:00 Uhr.

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