Wohnungsbau | Bildquelle: picture alliance / dpa

Studie sieht hohen Bedarf Pro Jahr werden 400.000 Wohnungen gebraucht

Stand: 15.09.2015 12:11 Uhr

Für Wohnungssuchende ist es keine gute Nachricht: Laut einer Studie braucht Deutschland 400.000 neue Wohnungen - pro Jahr. 2015 werden aber nur 260.000 Einheiten fertig. Der Druck auf dem Wohnungsmarkt steigt also weiter. Das hat auch etwas mit den Flüchtlingen zu tun.

Auch wegen steigender Zahlen von Flüchtlingen und Arbeitsmigranten braucht Deutschland Hunderttausende neue Wohnungen. Laut einer Studie liegt der jährliche Bedarf bis 2020 bei 400.000 neuen Einheiten. In diesem Jahr werden 260.000 Wohnungen in Deutschland fertig. Damit fehlen 140.000 Wohnungen.

Die Studie des Pestel-Institus wurde vom Bündnis "Sozialer Wohnungsbau" in Auftrag gegeben. Ihm gehören zwölf Verbände und Organisationen aus der Bau- und Wohnungsbranche an, unter anderem die IG Bau und der Deutsche Mieterbund. Laut den Autoren fehlen bereits jetzt rund 770.000 Wohnungen in den Ballungsgebieten. Viele Berufstätige seien deshalb notgedrungen in WG-Zimmern untergekommen. Außerdem würden viele Erwachsene unfreiwillig weiter im Elternhaus wohnen.

Die Berechnungen des Pestel-Instituts beruhen auf der jüngsten Prognose der Bundesregierung von 800.000 Zuwanderern in diesem Jahr.

Steuerliche Anreize sollen Bauen attraktiver machen

Um das Problem zu lösen, schlägt das Bündnis "Sozialer Wohnungsbau" vor, auf die Grunderwerbssteuer zu verzichten und die Grundsteuer für geförderte Wohnungen befristet auszusetzen. So könne der Wohnungsbau angekurbelt werden. Zudem seien attraktive steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten nötig.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks geht derzeit von einem jährlichen Bedarf von 350.000 Wohnungen aus.

Mindestens 400.000 neue Wohnungen pro Jahr nötig
D. Pepping, ARD Berlin
15.09.2015 14:53 Uhr

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