Autobahn 20 | Bildquelle: dpa

Nach Glatteis-Chaos Verkehr normalisiert sich wieder

Stand: 08.01.2017 12:24 Uhr

Auf Autobahnen standen Lastwagen quer, auf vielen kleineren Straßen ging bis in die Nacht nichts mehr: Glatteis hat in großen Teilen Deutschlands zu chaotischen Zuständen geführt. Doch nun ist Entspannung in Sicht.

Schneefall und Blitzeis haben in Teilen Deutschlands vorübergehend den Verkehr lahmgelegt. Besonders betroffen waren Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Nahe Hannover starb am Samstagabend ein Autofahrer, als sein Wagen von der verschneiten Straße rutschte und mit voller Wucht gegen einen Baum krachte.

Bei einer Karambolage auf der eisglatten Autobahn 46 bei Iserlohn wurden mindestens sechs Menschen verletzt, darunter mehrere Kinder. Fünf Autos seien an dem Unfall beteiligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Verkehrsbehinderungen und Unfälle durch Glatteis
tagesschau 20:00 Uhr, 08.01.2017, Demian von Osten, WDR

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Auch auf der A30 in Ostwestfalen krachten zahlreiche Autos ineinander. Bei der Massenkarambolage mit zwei Lastwagen und 14 Autos seien mit viel Glück nur vier Menschen leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Nach einem kleinen Auffahrunfall in der Nähe von Löhne habe es auf der eisigen Fahrbahn eine Kettenreaktion gegeben.

Hunderte Einsätze in Hannover und Hamburg

In Hannover wurde der Busverkehr der Verkehrsbetriebe wegen spiegelglatter Straßen eingestellt. Bereits am frühen Samstagabend seien wegen der Witterung keine Busse mehr gefahren, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Feuerwehr der niedersächsischen Landeshauptstadt rückte innerhalb weniger Stunden zu 250 wetterbedingten Einsätzen aus.

In Hamburg waren bereits am Mittag zahlreiche Fußgänger ausgerutscht und gestürzt. Die Feuerwehr der Hansestadt teilte am späten Samstagabend mit, dass zwischen 10.00 und 21.00 Uhr 392 wetterbedingte Einsätze angefallen seien.

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Strenger Winter in Europa

Ein Fahrradfahrer stürzt bei extremer Glätte auf einem Radweg in Elmshorn, Schleswig-Holstein.

Ein Fahrradfahrer stürzt bei extremer Glätte auf einem Radweg in Elmshorn, Schleswig-Holstein. Spiegelglatte Wege im Norden haben zu Dutzenden Stürzen und Unfälle geführt. | Bildquelle: dpa

Nach dem Glatteis-Chaos in großen Teilen des Landes entspannt sich die Lage nun zunehmend. Fußgänger und Autofahrer können aufatmen: Die Glatteisgefahr sank am Sonntag dank milderer Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob seine Warnungen für weite Teile Deutschlands auf. Nur im Saarland und östlichen Rheinland-Pfalz könne es nach gefrierendem Regen noch verbreitet zu Glatteis kommen. In der Mitte Deutschlands sei dies örtlich möglich.

Tote bei Busunfall in Frankreich

Glatteis und eisige Temperaturen sorgten in großen Teilen Europas für Behinderungen und Unglücken. Bei einem Busunfall in Frankreich wurden mindestens vier Menschen getötet und um die 20 verletzt. Der Unfall des portugiesischen Busses ereignete sich nahe Charolles im Departement Saône-et-Loire bei Lyon.

Anhaltender Frost kostete in Polen und Tschechien seit Freitag mindestens zwölf Menschen das Leben. Bei Temperaturen von bis zu minus 25 Grad starben in Polen neun Menschen, wie das Sicherheitszentrum der Regierung mitteilte. In Tschechien starben drei Menschen an den Folgen der Kälte, wie die Agentur CTK unter Berufung auf Rettungskräfte berichtete.

Strenger Frost

In Griechenland fielen die Temperaturen mancherorts auf minus 17 Grad. In der Nacht schneite es zudem erneut stark. Immer wieder kam es zu Stromausfällen, viele Straßen waren nicht befahrbar.

Heftiger Schneefall führte auch in Istanbul zu starken Verkehrsbehinderungen. Am Flughafen Atatürk, dem größten der Türkei, seien die Inlandsflüge bis zum frühen Abend eingestellt worden, wie die Nachrichtenagentur DHA meldete. Auch zahlreiche internationale Flüge wurden gestrichen.

Schneefall in Istanbul | Bildquelle: AP
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Ein türkischer Händler bietet im winterlichen Istanbul traditionelles Brot (Simit) an. Ein starker Schneefall sorgte in der türkischen Metropole für verstopfte Straßen und behinderte den Schiffsverkehr im Bosporus. Hunderte von Flügen mussten abgesagt werden.

In Moskau zeigte das Thermometer in der Nacht nach unterschiedlichen Berichten bis zu minus 28,5 Grad Celsius an. In der Ortschaft Klin nordwestlich von Moskau wurden sogar 35,9 Grad unter Null gemessen, wie die Agentur Tass meldete. Nach Einschätzung von Meteorologen sind die Temperaturen rund zwölf bis 15 Grad niedriger als gewöhnlich in dieser Jahreszeit. Die prognostizierten minus 40 Grad blieben jedoch aus.

An den Moskauer Flughäfen Scheremetjewo und Domodedowo fielen mehr als 80 Flüge aus. Anfang der Woche soll es Vorhersagen zufolge wieder wärmer werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. Januar 2017 um 13:15 Uhr.

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