Hochwasser in Frankfurt am Main | Bildquelle: dpa

Mosel, Neckar und Rhein Hochwasser stoppt Schifffahrt

Stand: 05.01.2018 14:24 Uhr

Dauerregen und schmelzender Schnee lassen die Pegelstände der Flüsse in Süd- und Westdeutschland weiter ansteigen. Vor allem entlang der Mosel richten sich zahlreiche Gemeinden auf Hochstände ein. Am Rhein könnte es am Wochenende kritisch werden.

Sturmtief "Burglind" ist abgezogen, doch der Dauerregen der vergangenen Woche führt in vielen Regionen Deutschlands zu steigenden Flusspegeln.

Ein Radfahrer fährt über die vom Moselhochwasser überflutete Bundesstraße B416 bei Moselkern (Rheinland-Pfalz) | Bildquelle: dpa
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An der Mosel überflutete das Hochwasser mehrere Straßen.

An der Mosel stieg der Wasserstand am Pegel Trier in der Nacht über die kritische Acht-Meter Marke. Das seien fünf Meter über normal, sagte Holger Kugel vom Hochwassermeldezentrum Mosel in Trier. In Kürze werde das Wasser bei 8,50 stehen und über den Tag weiter leicht ansteigen. Dies bedeutet, dass mehrere Gemeinden entlang der Mosel vom Hochwasser betroffen sein werden.

Am Oberrhein wurde die Schifffahrt gestoppt. Auf den Rhein-Nebenflüssen Neckar und Mosel war die Schifffahrt schon vorher eingestellt worden. Beim Hochwassermeldezentrum in Trier gingen den Vormittag über zahlreiche Anrufe von besorgten Bürgern ein, die wissen wollen, ob sie ihre Keller räumen sollen. Das Meldezentrum rate dabei stets zur Räumung, sagte Kugel.

Hochwasser in Süd- und Westdeutschland
tagesthemen 22:30 Uhr, 05.01.2018, Martin Schmidt, SWR

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Warnung vor Erdrutschen

In Heidelberg wurde die B37 an der historischen Altstadt gesperrt, weil der Neckar über die Ufer trat. In Baden-Württemberg warnte das Innenministerium, es könne wegen durchnässter Böden und hoher Wasserstände in den nächsten Tagen noch zu Erdrutschen, umstürzenden Bäumen und volllaufenden Kellern kommen. Uferbereiche und Wälder sollten nicht betreten werden.

In St. Blasien im Hochschwarzwald hatte in der Nacht zwischenzeitlich Katastrophenalarm gedroht. An einigen Stellen rutschten Hänge ab. Etwa 150 Menschen wurden in der Nacht in eine Turnhalle gebracht, die meisten konnten bis zum Morgen in ihre Häuser zurückkehren. Verletzt wurde niemand.

Bei einer Hochwasserübung in Baden-Württemberg starb eine 28 Jahre alte Rettungsschwimmerin. Sie ertrank in der Nähe von Schwäbisch Hall im Fluss Kocher. [Mehr zur Lage in der Region lesen Sie beim swr]

Der Regen dauert an

Das Rheinufer ist in Köln (Nordrhein-Westfalen) in der Nähe vom Dom überflutet. | Bildquelle: dpa
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In Köln wurde das Rheinufer gesperrt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet Dauerregen im Schwarzwald mit stellenweise 70 bis 120 Liter pro Quadratmeter. Dazu kommt, dass Schneemassen in den Höhenlagen wegen der milden Temperaturen schnell wegschmelzen. Im Allgäu wurden Abflussmengen von 50 bis 100 Litern pro Quadratmeter bis zum Abend erwartet. Die Schneefallgrenze steige auch an den Alpen bis auf etwa 1800 Meter.

Für Samstag erwarteten die DWD-Meteorologen im Westen und in der Mitte Deutschlands Regen. Die Mengen erforderten jedoch keine Wetterwarnungen.

An diesem Wochenende könnten deshalb auch rheinabwärts die Gemeinden und die Schifffahrt von den steigenden Pegelständen betroffen werden. Im Kölner Süden wurden weitere mobile Schutzwände aufgebaut.

Über dieses Thema berichteten am 05. Januar 2018 tagesschau24 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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