Ein Unwetter zieht über Hamburg hinweg | Bildquelle: ndr.de

Unwetter in Deutschland Sturm und Starkregen legen Zugverkehr lahm

Stand: 22.06.2017 15:49 Uhr

In der Nordhälfte Deutschlands hat eine Unwetterfront den Zugverkehr weitgehend lahmgelegt. Betroffen sind laut Bahn Strecken zwischen Hannover, Hamburg, Berlin, Bremen und Kiel. Ein Mann kam durch einen umgestürzten Baum ums Leben.

Wegen heftiger Unwetter hat die Deutsche Bahn den Zugverkehr in Norddeutschland auf wichtigen Strecken eingestellt. Nach Angaben des Unternehmens wurden Züge auf den Strecken zwischen Hannover, Hamburg, Kiel und Bremen zurückgehalten. Auch die Strecken von Berlin nach Hamburg und Hannover waren demnach betroffen. Unter anderem stürzten den Angaben zufolge Bäume auf Oberleitungen. Die Bahn warnte vor zahlreichen Ausfällen und Verspätungen.

In der Nähe von Uelzen kam ein 50 Jahre alter Mann ums Leben. Laut Polizei wartete er während des Sturms in einem Auto auf einem Parkplatz in Holdenstedt, als ein Baum auf den Wagen stürzte. Unweit davon wurde eine Radfahrerin auf einer Hauptstraße ebenfalls von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt.

Feuerwehrleute zersägen in Ebstorf (Niedersachsen) einen nach einem Unwetter umgefallenen Baum. | Bildquelle: dpa
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Feuerwehrleute zersägen in Ebstorf (Niedersachsen) einen nach einem Unwetter umgefallenen Baum.

Tornado südlich von Hamburg

Ein Tornado hinterließ im Kreis Harburg südlich von Hamburg nach Angaben der Feuerwehr große Verwüstungen. Verletzte habe es dort nach bisherigem Stand nicht gegeben, sagte Feuerwehrsprecher Matthias Köhlbrandt.

Dächer seien abgedeckt worden, Bäume umgeknickt. In der Gemeinde Fliegenberg sei eine Schafherde mit 20 bis 30 Tieren unter umgestürzten Bäumen begraben worden, zahlreiche Tiere seien verendet. "Die Spuren sprechen ein deutliches Bild hier. Das war ein Tornado-Ereignis", sagte der Feuerwehrmann.

Schweres Unwetter zieht über Hamburg hinweg
tagesschau 14:00 Uhr, 22.06.2017

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Besucher des Hurricane-Festivals sollen später anreisen

Wegen der schweren Unwetter mit Starkregen und Hagel hat der "Hurricane"-Veranstalter Festivalgäste gebeten, möglichst erst morgen zu kommen. "Damit wir eine problemlose An- und Abreise ermöglichen können, möchten wir alle Besucher, die Ihre Anreise noch nicht angetreten haben, inständig darum bitten, auf eine Anreise am Freitag auszuweichen", schrieb der Veranstalter auf seiner Facebook-Seite. Auch die Polizei Rotenburg wies auf Twitter darauf hin.

Unwetter in Hamburg | Bildquelle: dpa
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Starkregen geht in Hamburg auf die Straßen der Innenstadt nieder.

Orkanböen und bis zu fünf Zentimeter dicke Hagelkörner

Schuld ist eine Kaltfront, die von Nordwesten über das Land zieht. Im Verlauf des Tages ist auch in Nordrhein-Westfalen Schluss mit Temperaturen von bis zu 36 Grad. Orkanböen mit Geschwindigkeiten von mehr als 118 Kilometern pro Stunde sind möglich. Wo genau es derart stürmisch wird, lässt sich bei einer solchen Wetterlage nicht vorhersagen.

Im Verlauf des Nachmittags zog die Unwetterfront weiter ostwärts: Nach Angaben der Flughafen-Betreibergesellschaft mussten in Schönefeld und Tegel der Flugverkehr eingeschränkt worden. Einige Maschinen blieben im Regen am Boden. Die Berliner Feuerwehr rief den Ausnahmezustand für das Stadtgebiet aus.

Depeche-Mode-Konzert in Berlin bedroht

Im Gespräch mit dem rbb sieht Meteorologe Norbert Becker-Flügel von Meteogroup auch das ausverkaufte Depeche-Mode-Konzert im Berliner Olympia-Stadion gefährdet: "Gerade ab 20 Uhr wird es voraussichtlich ziemlich kritisch". Damit könnte auch das mit ganze Event buchstäblich ins Wasser fallen: "Unwetter heißt, es wird gefährlich werden."    

Nach Angaben der Veranstalter-Agentur vom frühen Nachmittag soll das Konzert stattfinden. Das Stadion sei blitzgeschützt und die Tribünen seien überdacht. Sollte Hagel einsetzen, so hieß es, würden "die Besucher, die sich im Innenraum befinden, rechtzeitig evakuiert und in den Umlauf des Stadions geführt. Das Konzert würde unterbrochen werden."

Den Höhepunkt wird das Unwetter wahrscheinlich in der Nacht haben. Danach soll sich die Wetterlage aber wieder beruhigen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Juni 2017 um 12:00 Uhr.

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