Wald in Nordrhein-Westfalen | Bildquelle: dpa

Hitze in Deutschland Viele junge Bäume bedroht

Stand: 03.08.2018 16:48 Uhr

Nicht nur Wiesen und Felder leiden unter der anhaltenden Trockenheit, auch Bäume werden geschädigt. "Dieser Sommer hinterlässt Spuren", warnen Waldbesitzer. Laut Wetterprognosen könnte es trocken bleiben.

Die Forstwirtschaft befürchtet, dass wegen der Hitze und Trockenheit Millionen in diesem Jahr neu gepflanzte Bäumen absterben. "Es droht ein Totalausfall der neuen Generation", sagte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats, Georg Schirmbeck, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Demnach werden pro Jahr junge Bäume im wert von 500 Millionen Euro in Deutschland gepflanzt.

"Die Hitzewelle macht die Pflanzarbeit von mehreren Jahren zunichte - anders als bei ausgewachsenen Bäumen reichen bei jungen bereits ein paar Monate Trockenheit, um sie absterben zu lassen", sagte Schirmbeck. Anders als beim Ackerbau könne in einem Wald auch nicht jedes Jahr von vorn angefangen werden.

Junge Bäume sind von der Hitze besonders stark betroffen, weil sie noch nicht so tief wurzeln und entsprechend schlecht an Wasser herankommen.

Die aktuelle Dürre zeige, dass die Wälder in Deutschland nicht ausreichend auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet seien. Die Waldbesitzer bräuchten bei der Anpassung Hilfe vom Staat. Schirmbeck beklagte, dass in der Vergangenheit Stellen in den Forstverwaltungen abgebaut worden seien.

Niedrige Pegelstände

Auf vielen Flüssen können Transportschiffe wegen der niedrigen Pegelstände nur noch eingeschränkt fahren. Auch auf dem Rhein, der wichtigsten Wasserstraße Deutschlands, sei ein Passieren teils nur noch mit halber Ladung oder weniger möglich, teilte die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt mit. Auch auf der Elbe sei der Schiffsverkehr eingeschränkt, und auf der Oder könnten Schiffe für Güter und Fahrgäste gar nicht mehr fahren, sagte Thoma. Sollte die Trockenheit weiter anhalten, könnte auch der Verkehr auf der Donau komplett eingestellt werden.

So niedrig wie im Sommer 2003 sind die Stände allerdings noch nicht. Und dort, wo es Schleusen gibt, etwa im westdeutschen Kanalgebiet, sowie an Mosel, Neckar, Main, Weser oder Havel, gibt es keine Einschränkungen, weil der Wasserstand manuell reguliert werden kann.

Deutsche Industrie leidet unter andauernder Hitze
tagesschau 12:00 Uhr, 03.08.2018, Peter Sonnenberg/Ute Spangenberger, SWR

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Bleibt es so trocken?

Doch es könnte trocken bleiben, wenn die 46-Tage-Prognose des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) recht behält: Laut dieser Vorhersage wird sich die Dürre in Deutschland "bis Mitte September laufend verschärfen". Experten relativieren jedoch, dass solche langfristigen Prognosen unsicher seien. Das Modell des ECMWF gelte zwar als "qualitativ sehr gut", sagte Andreas Friedrich, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, sei aber derzeit ein Experiment. Ein paar Tage später könne die Prognose schon wieder ganz anders ausfallen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. August 2018 um 09:00 Uhr.

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