Hitzewelle in Deutschland | Bildquelle: dpa

Bilanz des Wetterdienstes Wärmstes Jahr seit 1881

Stand: 20.12.2018 16:29 Uhr

Der Rekord ist gebrochen: Das Jahr 2018 ist das wärmste Jahr in Deutschland seit Messbeginn vor fast 140 Jahren - so die vorläufige Bilanz des Deutschen Wetterdienstes. Die Durchschnittstemperatur lag bei 10,4 Grad.

Das Jahr 2018 ist das wärmste in Deutschland seit Messbeginn 1881. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach ermittelte eine Durchschnittstemperatur von 10,4 Grad. "Das ist ein trauriger Rekord", sagte der Vizepräsident des nationalen Wetterdienstes, Paul Becker.

Die Berechnungen beruhen den Angaben zufolge auf Messungen bis zum 19. Dezember und einer Abschätzung des Witterungsverlaufs bis Ende des Jahres. Die Mitteltemperatur lag demnach 2,2 Grad über dem Mittel von 1961 bis 1990 und knapp vor dem bisher wärmsten Jahr 2014 mit 10,3 Grad Celsius. Damit fallen laut Wetterdienst acht der neun wärmsten Jahre seit 1881 in das 21. Jahrhundert.

"Diese auffällige Ballung warmer Jahre zeigt ganz klar: Die Erwärmung ist ungebremst, der Klimawandel hat Deutschland im Griff", erklärte Becker. 2018 sei mit weit über 2000 Sonnenstunden zugleich das sonnigste Jahr in Deutschland seit Messbeginn im Jahr 1951, hieß es. Beim Niederschlag dürfte 2018 eines der drei trockensten Jahre seit 1881 sein. Niederschlagärmstes Jahr sei bisher 1959 mit im Mittel 551 Liter pro Quadratmeter.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Dezember 2018 um 16:00 Uhr.

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