Menschenmenge in Stuttgart | Bildquelle: dpa

Neue UN-Projektionen Die Weltbevölkerung wächst rasant

Stand: 17.06.2019 18:00 Uhr

Derzeit leben rund 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde - und in jeder Sekunde werden es mehr. 2050 werden es laut der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung 9,7 Milliarden sein.

Das Wachstum der Weltbevölkerung setzt sich in hohem Tempo fort: Nach neuesten Projektionen der UN wird die Bevölkerungszahl von derzeit rund 7,7 Milliarden Menschen auf 9,7 Milliarden 2050 und auf 10,9 Milliarden Menschen im Jahr 2100 steigen. Diese Zahlen hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) veröffentlicht.

Die Fertilität sei in den meisten Ländern in den vergangenen Jahren zwar zurückgegangen. Doch gerade in Afrika sei sie weiterhin hoch und sinke vergleichsweise nur langsam. Frauen in Afrika bekommen demnach derzeit durchschnittlich 4,4 Kinder - deutlich mehr als der weltweite Durchschnitt von 2,5 Kindern pro Frau. 

Vor allem Anstieg in Afrika

Die Vereinten Nationen gehen in ihren Projektionen davon aus, dass die Fruchtbarkeitsrate auch in Afrika bis 2100 auf 2,1 Kinder pro Frau sinkt. Wegen der sehr jungen Altersstrukturen werden die Bevölkerungen in Afrika aber dennoch für einige Zeit wachsen. 

Dort werden sich die Menschen von heute knapp 1,3 Milliarden auf voraussichtlich rund 2,5 Milliarden Menschen im Jahr 2050 fast verdoppeln. Bis 2100 wird die Bevölkerung in Afrika dann noch einmal um fast zwei Milliarden auf rund 4,3 Milliarden Menschen wachsen.

UN: Rasanter Wachstum der Weltbevölkerung
tagesschau 09:00 Uhr, 18.06.2019

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Sahara und Lateinamerika: Viele junge Mütter

In Ländern südlich der Sahara und in Lateinamerika bekommen demnach vor allem Jugendliche weiterhin viele Kinder. Zwischen 2015 und 2020 werden weltweit Schätzungen zufolge 62 Millionen Babys geboren, deren Mütter zwischen 15 und 19 Jahre alt sind.

DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr verwies auf die Gefahren durch das Wachstum. Bereits die heutige Bevölkerungszunahme stelle die Entwicklungsländer vor große Herausforderungen. 

Bessere Beratung notwendig

Bähr fordert, die Beratung von Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern zu intensivieren. "Angesichts der Tatsache, dass rund 214 Millionen Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern bis heute keinen Zugang zu Familienplanungsangeboten haben, sehe ich die Rückgänge bei der Fertilität in Gefahr", erklärte sie.

Frauen müssten daher Zugang zu Verhütungsmitteln haben.  Zugleich forderte Bähr, die Lebensbedingungen und Zukunftschancen von Mädchen und Frauen durch Aufklärung, Bildung und Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern. Nur dann seien die neuen UN-Projektionen realistisch.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel der Arbeit ist nach eigenen Angaben, allen Menschen den Zugang zu Sexualaufklärung und Verhütung zu ermöglichen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 17. Juni 2019 um 18:15 Uhr.

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