Geräumter und auf einem Parkplatz abgekippter Schnee schmilzt in der Sonne. | dpa

Deutscher Wetterdienst Winter zum zehnten Mal zu warm

Stand: 26.02.2021 14:35 Uhr

Die Serie setzt sich fort: Deutschland hat zum zehnten Mal in Folge einen zu warmen Winter erlebt – das teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Der Temperaturdurchschnitt lag bei 1,8 Grad Celsius.

Auch dieser Winter war zu warm - zum zehnten Mal in Folge. In seiner vorläufigen Bilanz der Monate Dezember, Januar und Februar hat der Deutsche Wetterdienst berichtet, dass der Temperaturdurchschnitt in diesem Winter bei 1,8 Grad und damit um 1,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 lag.

Die Monate Dezember und Januar waren vom Wechsel zwischen sehr mildem und nasskaltem Wetter geprägt. Der Februar war erst sehr kalt, dann sehr mild. Insbesondere bei der frühlingshaften Witterung in der zweiten Februarhälfte habe es sich um ein Extrem gehandelt, so der Wetterdienst. An sechs Tagen in Folge wurden in Deutschland dabei Temperaturen über 20 Grad erreicht. Einen vergleichbaren Fall gab es seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen noch nicht.

Schneereicher Winter

Der Winter 2020/2021 war auch sehr schneereich. Deutschlandweit fielen 180 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – doch es gab große regionale Unterschiede: Im Schwarzwald fielen örtlich bis zu 585 Liter pro Quadratmeter, in Teilen Ostdeutschlands waren es dagegen lediglich etwa 50 Liter.

Auch beim Sonnenschein haben die Meteorologen ein deutliches Plus verzeichnet: Mit mehr als 175 Sonnenstunden waren die drei Monate Dezember, Januar und Februar laut Wetterdienst sonniger als üblich. Am sonnigsten war es am Alpenrand, dort zeigte sich die Sonne bis zu 285 Stunden. Am wenigsten ließ sich die Sonne im äußersten Norden, dem Taunus sowie dem Sauerland mit teils weniger als 125 Stunden blicken.

Für seine erste vorläufige Winterbilanz griff der Wetterdienst auf die Daten seiner etwa 2000 Messstationen zurück.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell Radio am 26. Februar 2021 um 15:00 Uhr in den Nachrichten.