Ein Feuerwehrmann vor dem brennenden Wald im brandenburgischen Klausdorf. | Bildquelle: dpa

Hitzejahr 2018 2349 Hektar Wald durch Feuer zerstört

Stand: 22.06.2019 04:11 Uhr

Die Zahl der Waldbrände in Deutschland hat sich laut einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr gegenüber 2017 offenbar mehr als vervierfacht. Es wurde der höchste Stand seit dem heißen Sommer von 2003 erreicht.

In deutschen Wäldern hat es im extremen Wetterjahr 2018 einem Medienbericht zufolge 1708 Mal gebrannt. Das seien viermal so viele Waldbrände wie im Vorjahr (424). Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt.

Im Vergleich zu 2016 - dem letzten Jahr mit einem vergleichbar heißen Sommer - hat sich die Zahl der Waldbrände allein auf Flächen des Bundes 2018 nahezu verdoppelt (etwa 150). Zerstört wurde dabei eine mehr als doppelt so große Fläche wie 2016.

Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand in Brandenburg. | Bildquelle: dpa
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Allein in Brandenburg gab es etwa 500 Waldbrände im vergangenen Jahr.

Meiste Waldbrände in Brandenburg

Demnach zerstörten die Feuer mehr als 2349 Hektar Wald - fast sechsmal so viel wie im Jahr zuvor (etwa 400 Hektar). Dabei musste die Feuerwehr dem Bericht zufolge im Osten Deutschlands wesentlich häufiger ausrücken als im Westen: Die mit Abstand meisten Waldbrände verzeichnete Brandenburg mit 512. Es folgten Sachsen (201) und Sachsen-Anhalt (182).

"Die Zahl der Waldbrände nimmt zu. Deutschland ist nur schlecht auf die kommenden Herausforderungen durch Waldbrände vorbereitet", wird der FDP-Politiker Karlheinz Busen zitiert. "Brandbekämpfung ist Aufgabe von Kommunen, die können aber keine Löschhubschrauber und Löschflugzeuge anschaffen."

Das Ausstattungskonzept zwischen Bund und Ländern müsse reformiert werden, forderte Busen. Bund und Länder müssten deutlich mehr in Löschfahrzeugwege und Feuerlöschteiche im Wald investieren. Obwohl es in Brandenburg die meisten Brände gegeben habe, stünden dort "verhältnismäßig sehr wenige Löschfahrzeuge zur Verfügung".

Über dieses Thema berichtete am 22. Juni 2019 Deutschlandfunk um 03:00 Uhr in den Nachrichten und Inforadio um 06:25 Uhr.

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