Das Zollfahndungsamt Essen führt in Aldenhoven eine Razzia durch. | dpa

Nordrhein-Westfalen Haftbefehl nach Fund von Waffenlager

Stand: 13.10.2021 18:24 Uhr

Bei einer Razzia in einem Wohngebiet bei Düren in Nordrhein-Westfalen haben Ermittler ein Lager mit Kriegswaffen entdeckt. Gegen einen 32-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen. Laut "Spiegel" ist er Sprengstoffexperte bei der Bundeswehr.

Das Amtsgericht in Frankfurt am Main hat Haftbefehl gegen einen 32-jährigen Mann erlassen, dem ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen wird. Zuvor hatten Ermittler bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen ein Waffenlager mit Kriegswaffen entdeckt. In einem Wohngebiet stießen sie auf Schusswaffen, Granaten, Handgranaten und Minen.

Nach Angaben des "Spiegel" handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen Hauptmann und Sprengstoffexperten der Bundeswehr. Die Staatsanwaltschaft wollte dies weder bestätigen noch dementieren.

Zoll fing verdächtiges Paket ab

Weil auch unbekannte Chemikalien in dem Haus entdeckt wurden, zogen die Einsatzkräfte einen Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz zur Bewertung der Funde hinzu. Noch am Einsatzort mussten nach Angaben des Zollfahndungsamtes in Essen einige Stoffe vernichtet werden.

Der Einsatz hatte bereits am Dienstag begonnen. Der Zoll hatte zuvor ein Paket mit Schalldämpfern abgefangen, das der 32-Jährige aufgegeben haben soll. Deswegen leiteten die Behörden ein Verfahren ein und erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss.

Ein politischer Hintergrund sei derzeit nicht erkennbar, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main.

Über dieses Thema berichtete die Aktuelle Stunde am 13. Oktober 2021 um 18:45 Uhr im WDR Fernsehen.