Ein Hautarzt untersucht einen Patienten | Bildquelle: dpa

Corona-Pandemie Viele schieben Vorsorge auf

Stand: 13.08.2020 11:40 Uhr

Ein Fünftel geht derzeit nicht zum Zahnarzt - und mehr als jeder Zehnte hat sogar Termine zur Krebsvorsorge aufgeschoben: Eine Befragung zeigt die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheitsvorsorge.

Wegen der Corona-Krise schieben viele Menschen Vorsorgetermine beim Arzt auf. Seit März vertagten 20 Prozent der Befragten einen Termin beim Zahnarzt, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mitteilte. 

Jede zehnte Krebsvorsorge aufgeschoben

16 Prozent vermieden generelle Gesundheits-Checkups. Bei beiden Gruppen waren 30- bis 49-Jährige stärker vertreten als andere Altersgruppen. Mehr als jeder Zehnte hat demnach Krebsvorsorgeuntersuchungen aufgeschoben. Insgesamt gaben mehr Frauen als Männer an, Arzttermine aufgeschoben zu haben.

BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss appellierte angesichts der Daten daran, auch in Pandemiezeiten Früherkennungsuntersuchungen konsequent wahrzunehmen. "Früh diagnostiziert, haben auch Krebserkrankungen eine deutlich bessere Prognose", mahnte sie.

Wieder bessere Chancen auf Arzttermine

Für die in regelmäßigen Abständen umgesetzte Datenerhebung unter rund 1000 Bürgern kooperiert das BZgA mit der Universität Erfurt. Im Vergleich zu Anfang April habe sich in der jüngsten Umfrage aus dem Juli aus Sicht der Befragten die Möglichkeit für Arztbesuche wieder erhöht, hieß es darin.

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