Menschenmenge

Corona-Pandemie Volkszählung soll vertagt werden

Stand: 02.07.2020 19:58 Uhr

Alle zehn Jahre muss das Volk gezählt werden, sagt ein EU-Gesetz. Im Mai wäre es in Deutschland wieder soweit gewesen. Doch wegen Corona soll die Zählung verschoben werden. Dafür muss allerdings das Zensusgesetz geändert werden.

Wieviel Menschen leben in Deutschland? Wer wohnt auf dem Dorf, wer zieht in die Stadt? Welchen Beruf haben sie? Wo fehlen Wohnungen, Studienplätze, Altenheime?

Um diese und andere Fragen zu beantworten, gibt es in Deutschland alle zehn Jahre eine Volkszählung, auch Zensus genannt. So hat es die EU für alle Mitgliedsstaaten beschlossen.

Volkszählung im Jahr 2011 | Bildquelle: dpa
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Für die Volkszählung 2011 wurden Musterfragebögen gedruckt.

Im kommenden Mai wäre es wieder soweit gewesen. Doch weil die Vorbereitungsarbeiten wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant durchgeführt werden können, müsse die Volkszählung auf 2022 verschoben werden, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Das hat erhebliche Konsequenzen: Denn dafür müssen Kabinett, Bundestag und Bundesrat beschließen, dass das Zensusgesetz geändert wird.

Verband der Immobilienverwalter erleichtert

Die letzte Volkszählung war 2011. Der Verband der Immobilienverwalter Deutschlands zeigte sich erleichtert. Der Verband hatte nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten davor gewarnt, dass auch Immobilienverwalter und Eigentümer in der Pandemie kaum die nötigen Vorbereitungen für den Zensus treffen könnten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Juli 2020 um 17:00 Uhr.

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