Volkszählung im Jahr 2011 | Bildquelle: dpa

Volkszählung 2021 Wir werden neu durchgezählt

Stand: 27.02.2019 17:28 Uhr

Das letzte Mal war es 2011, 2021 soll es wieder soweit sein. Die deutsche Bevölkerung wird gezählt. Das Kabinett hat einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht.

Das Bundeskabinett hat die Weichen für die nächste Volkszählung im Jahr 2021 gestellt. Das Kabinett hat einem entsprechenden Gesetzentwurf für den nächsten Zensus zugestimmt. Zu dieser Volkszählung mit Stichtag 16. Mai ist Deutschland nach EU-Recht verpflichtet.

Es sollen die Einwohnerzahlen, aber auch bestimmte soziodemografische Basisdaten zur Bevölkerung erfasst werden - wie zum Beispiel Erwerbstätigkeit und Wohnsituation. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll der Zensus ähnlich ablaufen wie die vorangegangene Volkszählung von 2011.

Keine Frage mehr nach Religion

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Das Bundeskabinett hat die Weichen für die nächste Volkszählung im Jahr 2021 gestellt.

Die Bevölkerung in Deutschland wird aber nicht mehr nach der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft gefragt. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums mitteilte, ist - anders als 2011 - in der kommenden Haushaltsstichprobe keine Frage nach der Religionszugehörigkeit vorgesehen.

Im Wesentlichen werden die Daten aus den Melderegistern erfasst. Zusätzlich finden Haushaltsbefragungen statt. Das betraf 2011 knapp acht Millionen Menschen, also etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Zudem mussten Millionen von Haus- oder Wohnungseigentümern einen Fragebogen ausfüllen. 

Wichtig für Politik, Verwaltung, Wirtschaft

Der neue Gesetzentwurf knüpft nun an das Vorbereitungsgesetz von 2011 an. Die bei der Volkszählung zu ermittelnde amtliche Einwohnerzahl Deutschlands ist von großer Bedeutung für Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Aber auch für Wissenschaft, Markt- und Meinungsforschung und für die amtliche Statistik selbst liefert der Zensus neue, wichtige Basisdaten. 

Die Zahl der Einwohner ist darüber hinaus wichtig für eine Reihe von Verwaltungsverfahren, unter anderem für den Länderfinanzausgleich, die Wahlkreiseinteilung sowie die Besoldung von Bürgermeistern und Landräten. Vorgenommen wird der Zensus von den Statistikämtern des Bundes und der Länder.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Februar 2019 um 16:00 Uhr.

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