Ursula von der Leyen | Bildquelle: picture alliance / Maurizio Gamb

Affäre um externe Berater Von der Leyen räumt Fehler ein

Stand: 24.10.2018 09:20 Uhr

Verteidigungsministerin von der Leyen steht wegen des Einsatzes externer Berater in der Kritik. Jetzt gibt sie erstmals Fehler in der Vergabeaffäre zu - und kündigt interne Konsequenzen an.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat in der Affäre um den Einsatz externer IT-Berater ihres Ministeriums Fehler eingeräumt. "Die Art und Weise, wie die Beratungsleistungen abgerufen worden sind, war in Teilen nicht in Ordnung. Da müssen wir ran", sagte von der Leyen dem Magazin "Stern". 

Als Konsequenz kündigte die Verteidigungsministerin an, eine zentrale Vergabestelle einzurichten. Zudem soll die Fachaufsicht über nachgeordnete Ämter gestärkt werden, da dort ein Großteil der Vergaben läuft. Inzwischen stehen alle Verträge mit externen Unternehmensberatern der vergangenen Jahre auf dem Prüfstand. Dabei geht es dem "Stern"-Bericht zufolge um Budgets in zwei-, womöglich sogar dreistelliger Millionenhöhe. Von der Leyen sagte dem "Stern" allerdings auch, dass die Bundeswehr auch in Zukunft gerade im IT-Bereich auf Expertise von außen angewiesen sei.

Kritik vom Bundesrechnungshof

Die Verteidigungsministerin war durch einen Bericht des Bundesrechnungshofs unter Druck geraten. Dabei ging es auch um eine rechtswidrige Finanzierung der Berateraufträge aus einem Rahmenvertrag des Bundes. Zudem prüft die Berliner Staatsanwaltschaft nach einer Strafanzeige, ob es einen Anfangsverdacht auf Scheinselbstständigkeit gibt.

Vorwürfe gegen ihre ehemalige Staatssekretärin Katrin Suder wies die Ministerin hingegen zurück. "Frau Suder hat sich um der Sache willen in den Dienst des Landes gestellt und mit großem persönlichem Einsatz systematisch Transparenz geschaffen und die Modernisierung vorangetrieben."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. Oktober 2018 um 10:00 Uhr.

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