Ein Mann steht auf einer überschwemmten Straße im hessischen Künzell-Dirlos | Bildquelle: dpa

Tief "Axel" in Deutschland "Das Ärgste ist vorbei"

Stand: 21.05.2019 17:06 Uhr

Heftiger Regen, überflutete Straßen und Keller: Tief "Axel" hat vor allem in Süddeutschland für Chaos gesorgt. In einigen Gebieten war der Bahnverkehr beeinträchtigt. Laut Experten ist das Schlimmste aber überstanden.

Schwere Gewitter und heftiger Regen haben vor allem im Süden und der Mitte Deutschlands Straßen und Keller überflutet. Im Allgäu löste die Stadt Wangen im Südosten Baden-Württembergs Hochwasseralarm aus. Mehr als 100 Liter seien dort innerhalb von 24 Stunden pro Quadratmeter gefallen, sagte ein Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In Baden-Württemberg gilt die Unwetterwarnung des DWD für den Großteil des Landes noch bis Mittwochmorgen.

Besonders betroffen von Tief "Axel" und dem Unwetter waren auch der Nordschwarzwald sowie Nordhessen, etwa der Osten von Kassel. Mancherorts stand das Wasser knietief auf den Straßen. In Plaue fuhr die Süd-Thüringen-Bahn auf überfluteten Schienen. Der DWD warnte vor allem in Alpennähe weiter vor extremen Niederschlägen - dort kommt auch die Schneeschmelze hinzu. In einigen Regionen war der Bahnverkehr beeinträchtigt.

Tief "Axel" hinterlässt schwere Schäden
tagesschau 09:00 Uhr, 21.05.2019

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Ein Toter bei Autounfall

Im bayerischen Aurach kam ein Autofahrer auf der regennassen Autobahn 6 ins Schleudern und von der Fahrbahn ab. Er wurde in einem angrenzenden Wald zwischen zwei Bäumen eingeklemmt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. In Nordrhein-Westfalen war besonders der Kreis Lippe stark betroffen. Dort mussten wegen des Regens mehrere Straßen gesperrt werden.

In einem Kreißsaal im niedersächsischen Helmstedt stürzte nach heftigem Regen die Decke ein. Der Saal und die Intensivstation des Krankenhauses wurden geräumt. Ursache für den Deckeneinsturz war nach ersten Erkenntnissen, dass sich auf dem Dach des Klinikums wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte.

Besserung ab morgen

Es gibt auch gute Nachrichten: Das Wetter soll sich in den kommenden Tagen beruhigen. "Das Ärgste ist vorbei", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Zwar müsse noch weiter mit Niederschlägen gerechnet werden, doch Tief "Axel" ziehe von Mittwoch an über Polen nach Osten ab. Am Mittwoch regnet es laut DWD nur noch in der Osthälfte Deutschlands. Im Westen zeigt sich bei Temperaturen von bis zu 23 Grad sogar schon wieder die Sonne. Am Donnerstag klingen die Schauer dann auch in der Lausitz und an den Alpen ab. Dennoch bleibt es mindestens bis zum Wochenende meist unbeständig.

Das Krankenhaus der Stadt Helmstedt musste wegen eines Wasserschadens evakuiert werden. | Bildquelle: dpa
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Wegen eines Wasserschadens musste das Krankenhaus der Stadt Helmstedt teilweise evakuiert werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Mai 2019 um 09:00 Uhr.

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