Schäden durch Unwetter Fabienne | Bildquelle: dpa

Unwetter "Fabienne" Todesopfer und große Schäden

Stand: 24.09.2018 10:57 Uhr

Das Sturmtief "Fabienne" hat mindestens einem Menschen das Leben gekostet sowie große Schäden in Süd- und Mitteldeutschland verursacht. Die Hauptstrecken der Bahn sind inzwischen fast alle wieder frei.

Der erste schwere Sturm im kalendarischen Herbst hat am Sonntag ein Todesopfer gefordert und große Schäden in Süd- und Mitteldeutschland verursacht. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren an vielen Orten im Dauereinsatz.

Besonders betroffen vom Sturmtief "Fabienne" waren der Süden Hessens, Teile Thüringens sowie Regionen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Auf einem Campingplatz in Bayern stürzte ein Baum um und erschlug eine 78 Jahre alte Frau, wie die Polizei im Landkreis Bamberg mitteilte. Die Frau erlitt schwerste Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle.

Kind lebensgefährlich verletzt

In Baden-Württemberg wurde ein vierjähriger Junge von einem umstürzenden Baum lebensgefährlich verletzt. Eine Orkanböe kippte in Epfenbach im Rhein-Neckar-Kreis eine große Buche auf das Auto, in dem das Kind saß. Laut Polizei erlitt der Junge dabei schwere Kopfverletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

In weiten Teilen Süd- und Mitteldeutschlands mussten Straßen gesperrt und von Bäumen befreit werden. In Sachsen war vor allem der Erzgebirgskreis schwer getroffen. "Anrufer berichteten uns von einem Tornado", sagte ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr. Hausdächer seien weggeflogen, ein Gebäude habe gestützt werden müssen und gelte als einsturzgefährdet.

Bahnverkehr erholt sich

Zahlreiche Bäume waren im Süden der Republik auf Gleise oder Oberleitungen gestürzt. Unwetterschäden schränkten den Verkehr stundenlang ein.

Inzwischen sind fast alle Hauptstrecken der Deutschen Bahn wieder frei. Wie eine Bahnsprecherin am sagte, ist aber noch mit Verspätungen zu rechnen, weil sich am Morgen manche Züge nicht am geplanten Einsatzort befanden.

Gesperrt war zunächst noch die IC-Strecke Nürnberg-Regensburg. Dort mussten Bäume und Äste aus dem Gleis geräumt werden. In München war die S-Bahn-Linie zum Flughafen unterbrochen, als Ersatz wurden Busse eingesetzt. Eine Bilanz der Schäden, Zugausfälle und Verspätungen durch das Unwetter liege noch nicht vor, sagte die Sprecherin.

Reisende schauen auf einen Monitor im Hauptbahnhof von Nürnberg auf dem bedingt durch Sturmtief Fabienne auf Einschränkungen im Bahnverkehr hingewiesen wird. | Bildquelle: dpa
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Reisende am Nürnberger Hauptbahnhof mussten sich auf lange Wartezeiten einstellen.

In Stuttgart, München, Nürnberg, Regensburg und Basel stellte die Bahn Hotel-Züge bereit, um gestrandete Fahrgäste unterbringen zu können.

Mehrere Flüge ausgefallen

Auch der Flughafen Frankfurt meldete am Sonntagabend Probleme. Aufgrund des Wetters kam es zu Verzögerungen und vereinzelten Flugausfällen. Etwa zwei Dutzend Flüge waren vor allem zwischen 16 und 18 Uhr annulliert worden, wie die Website des Flughafens zeigte. Fluggäste wurden noch am Abend gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen.

Der Sturm machte sich auch in der Schweiz bemerkbar. Dort wirbelte "Fabienne" vor allem den Flugverkehr durcheinander, wie die Agentur SDA berichtete. An den Flughäfen Zürich, Basel und Genf gab es am Sonntagabend bei fast allen Starts und Landungen deutliche Verspätungen.

Unwetter inzwischen abgezogen

Befürchtungen, das Münchner Oktoberfest müsse wegen des Sturmtiefs geräumt werden, bewahrheiteten sich nicht. Die Stadt München gab am Sonntagabend unter Berufung auf die Oktoberfestleitung Entwarnung: "Das Unwetter ist vorbei. Es gab keine Räumung", hieß es auf Twitter. 

Tote und Verletzte nach Sturmtief "Fabienne"
tagesschau 12:00 Uhr, 24.09.2018, Frank Strerath, BR

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. September 2018 um 04:48 Uhr.

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