Unwetter im Kreis Kusel

Gewitter und Dauerregen Tief "Axel" bringt Unwetter mit

Stand: 20.05.2019 22:27 Uhr

Tief "Axel" kommt mit starken Regenfällen und Gewittern. Vor allem im Süden Deutschlands drohen Hochwasser. In Thüringen hat es bereits Überschwemmungen gegeben, die Lage bleibt dort angespannt.

Mit Gewittern und heftigen Schauern hat Tief "Axel" die Woche eingeläutet. In weiten Teilen Deutschlands gab es Unwetter mit Regen und Gewittern. Vor allem Thüringen, aber auch Hessen waren betroffen. In Berlin war der Flugbetrieb in Schönefeld wegen Gewitters zeitweise unterbrochen. Die Feuerwehr bat die Berliner, sich bei vollgelaufenen Kellern selbst zu helfen.

Vorboten von "Axel" treffen Thüringen

Unwetter Berlin | Bildquelle: ALEXANDER BECHER/EPA-EFE/REX
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Überschwemmte Straßen auch in der Hauptsatdt.

Zischen dem hessischen Herleshausen und Gerstungen in Thüringen waren Teile der Autobahn 4 wegen einer überfluteten Fahrbahn gesperrt. In Thüringen beobachten Einsatzkräfte vor allem die Lage in den Nachtstunden. "Wir gehen davon aus, dass die Pegelstände gravierend ansteigen", sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle des Ilm-Kreises. In der Landeshauptstadt Erfurt werden nach Angaben einer Sprecherin an der Gera Wassermengen wie beim Hochwasser 2013 erwartet.

Von Niedersachsen südwärts starke Regenfälle

Wasser fließt von einem überfluteten Grundstück unter einem Metallzaun hindurch auf die Straße in Plaue.
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Landunter in Plaue.

Für das Grenzgebiet von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung heraus. Über Göttingen, Bielefeld, Minden, Paderborn und Höxter soll es teils sehr stark regnen. Das Regenband reicht bis weit in den Süden. Bis Mittwoch könnten bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen, im Allgäu sogar mehr als 100 und bis zu 180 Liter. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für den gesamten Monat Mai liege in Frankfurt bei etwa 84 Liter Regen pro Quadratmeter, erläuterte ein Meteorologe.

Kritische Lage in Bayern: Regen und Schneeschmelze

In mehreren bayerischen Landkreisen - darunter Mühldorf am Inn, Unter- und Ostallgäu sowie Passau und Bad Kissingen - wurden Hochwasserwarnungen ausgesprochen. Auch bei kleineren Gewässern und Wildbächen seien rasch ansteigende Wasserstände zu erwarten, hieß es. Sorge auch in Baden-Württemberg: Unter anderem im Schwarzwald sowie im Umfeld der Schwäbischen Alb dürften bis Mittwoch Niederschläge von bis zu 100 Liter pro Quadratmeter niedergehen, so der DWD.

Keine Sonne in Sicht

Der Deutsche Wetterdienst erwartet in den kommenden Tagen eine "brisante Dauerregenlage", mit teils schweren Gewittern. Bei Höchstwerten zwischen 13 und 20 Grad soll es vor allem im Süden viel regnen. Im Osten sind mit Sonne bis zu 24 Grad drin. Ab der Wochenmitte drohen in der Osthälfte und an den Alpen noch einige Schauer und einzelne Gewitter. Sonst ist es häufig trocken bei 14 bis 22 Grad. Am Donnerstag soll dann ein Zwischenhoch vorerst für Entspannung sorgen - aber: eine stabile Hochdruckwetterlage sei derzeit noch nicht in Sicht, hieß es.

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