Geröll am Wilsecker Tunnel in Rheinland-Pfalz | Bildquelle: dpa

Unwetter in Deutschland Massive Überschwemmungen durch Starkregen

Stand: 01.06.2018 09:16 Uhr

In vielen Teilen Deutschlands haben am Abend und in der Nacht erneut Unwetter gewütet. Vor allem im Saarland, im Norden Baden-Württembergs und in Rheinland-Pfalz wurden durch Starkregen Straßen überflutet.

Die Menschen im Norden und im Osten Deutschlands schwitzen weiter, im Westen und in der Mitte Deutschlands hat es dagegen wieder gekracht. So gab es in der Nacht im Saarland ein heftiges Unwetter. Straßen sowie Keller wurden überflutet.

"Die Lage ist dramatisch", sagte eine Polizeisprecherin in Saarbrücken am Morgen. Vor allem die Ortschaften St. Ingbert, Kleinblittersdorf, Blieskastel sowie ein Ortsteil von Saarbrücken seien überflutet. "Wir haben wegschwimmende Autos und unterspülte Straßen."

Unwetter im Süden Deutschlands
tagesschau 12:00 Uhr, 01.06.2018, Gabriele Dunkel, BR

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Schwere Überschwemmungen in der Eifel

Auch in Rheinland-Pfalz wurden einige Regionen überschwemmt. In den Landkreisen Birkenfeld und Saarburg sowie im Raum Ludwigshafen gab es überflutete Straßen und vollgelaufene Keller, wie ein Polizeisprecher sagte. Verletzte gab es nach vorläufigen Informationen nicht.

Die Deutsche Bahn warnte auf ihrer Internetseite, dass es in Regionen, die vom Unwetter betroffen sind, zu Einschränkungen im Zugverkehr kommen könnte. Auf der Eifelstrecke zwischen Gerolstein und Trier in Rheinland-Pfalz fuhr ein Regionalzug bei der Ausfahrt aus dem Wilsecker Tunnel in einen Schlammwall und entgleiste, wie ein Sprecher sagte. Passagiere fuhren keine mit, der Zugführer blieb unverletzt.

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Wetterextreme im Mai

Wetterextreme

Große Hitze, Gewitter, Starkregen: Ende Mai herrscht in Deutschland eine Extremwetterlage. In Bad Gandersheim in Niedersachsen wurden die Straßen überflutet. | Bildquelle: dpa

Starkregen rund um Karlsruhe

Die Regionen um Karlsruhe und Mannheim in Baden-Württemberg waren laut Polizei und Feuerwehr ebenso sehr betroffen: Gewitter mit Starkregen und Hagel setzten in der Nacht zahlreiche Gemeinden im Landkreis Karlsruhe unter Wasser, die Einsatzkräfte meldeten dort 200 Einsätze.

"Ganze Straßenzüge wurden zu reißenden Flüssen und Bäche traten über die Ufer", teilte der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Karlsruhe mit. Mehrere Gemeinden seien regelrecht von "Wassermassen eingeschlossen" worden. 300 Einsatzkräfte seien die ganze Nacht über im Einsatz gewesen, "unzählige Keller" seien vollgelaufen.

Feuerwehrleute vor einer überschwemmten Tiefgarage in Sindelfingen, Baden-Württemberg | Bildquelle: dpa
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Auch in Sindelfingen wurden Straßen und Tiefgaragen überschwemmt.

Schlammlawinen in Bayern

Betroffen von Starkregen und Gewitter war in der Nacht auch Bayern: Keller liefen voll, Straßen mussten gesperrt werden. In Oberfranken lösten sich nach Polizeiangaben mehrere Schlammlawinen und rutschten auf Straßen. Teile einer Kreisstraße seien weggespült worden.

Im nördlichen Oberbayern sei die Polizei zu 42 wetterbedingten Einsätzen ausgerückt, sagte ein Sprecher am frühen Morgen: Keller liefen voll Wasser und Unterführungen mussten wegen Überflutungen gesperrt werden. In der Oberpfalz blockierten nach Polizeiangaben umgefallene Bäume mehrere Straßen.

Enorme Regenmengen

Bereits am frühen Abend hatte es auch das Vogtland erneut erwischt - eine Woche nach dem Blitzhochwasser: Im Örtchen Erlbach registrierte der Deutsche Wetterdienst am frühen Abend 50,4 Liter Regen pro Quadratmeter binnen einer Stunde. Eine halbe Stunde lang sei rechnerisch jede Minute ein Liter pro Quadratmeter gefallen, sagte DWD-Meteorologe Florian Engelmann in Leipzig. Das Unwetter habe fast punktgenau in dem Gebiet gewütet, wo bereits vor einer Woche Starkregen für Überschwemmungen und Millionenschäden gesorgt hatte.

Auch in Hessen setzten Gewitter mit Starkregen Straßen und Keller unter Wasser, kleinere Hänge kamen ins Rutschen.

Für heute erwarten Meteorologen im Westen und Norden des Landes weiter teils kräftige Gewitter. Eine neue Unwetterfront werde sich voraussichtlich ab dem Morgen aus Richtung Rheinland-Pfalz kommend durch Nordrhein-Westfalen arbeiten, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Juni 2018 um 09:00 Uhr.

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