Proteste gegen Rassismus und Ungerechtigkeit | Bildquelle: AFP

Aktionstag gegen Rassismus Demonstranten spannen "Band der Solidarität"

Stand: 14.06.2020 17:46 Uhr

Unter dem Motto #SoGehtSolidarisch haben Tausende Menschen in mehreren deutschen Städten gegen Ungerechtigkeit, Rassismus und Antisemitismus protestiert. Dabei hielten sich die Teilnehmer laut Polizei an die Abstandsregeln.

An einem bundesweiten Aktionstag gegen Ungerechtigkeit, Rassismus und Antisemitismus haben sich Menschen in mehreren Städten beteiligt. Dazu aufgerufen hatten rund 130 Organisationen sowie das Bündnis "#unteilbar". Nach Angaben der Veranstalter fanden unter dem Motto #SoGehtSolidarisch Aktionen unter anderem in Berlin, Leipzig, Hamburg, Chemnitz, Plauen, Freiburg, Münster und weiteren Städten statt. Damit sollte ein "Band der Solidarität" geknüpft werden.

Tausende Menschen protestieren deutschlandweit gegen Rassismus, Antisemitismus und soziale Ungleichheit
tagesschau 20:00 Uhr, 14.06.2020, Griet von Petersdorff, RBB

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In Berlin gingen nach Polizeiangaben 5000 Menschen auf die Straße. Vertreter der Veranstalter sprachen von mehr als 20.000. Sie trugen vielfach Mundschutz und wollten mit Abstand entsprechend den Hygieneregeln eine neun Kilometer lange Kette vom Brandenburger Tor bis in den Stadtteil Neukölln bilden. Am Brandenburger Tor demonstrierten Mitglieder der Gruppe "Omas gegen Rechts" mit Mundschutz und teils mit pinken Wollmützen. Andere Demonstrierende hatten "Die Erde ist auch deine Mutter" mit Kreide auf den Boden geschrieben.

Demonstration nahe dem Alexanderplatz | Bildquelle: dpa
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Demonstration nahe dem Alexanderplatz: Eine Menschenkette sollte zwischen Berlin-Neukölln und dem Brandenburger Tor gebildet werden.

"Wir müssen Rassismus beim Namen nennen. Wir verlangen von der Politik, dass die von uns geforderten Maßnahmen endlich umgesetzt werden", sagte Ceren Türkmen vom Aktionsbündnis Antirassismus.

In Hamburg beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 500 Menschen an einer Kette, die vom Rathaus um die Binnenalters bis zum Hauptbahnhof reichen sollten, ebenfalls mit viel Abstand zwischen den Menschen.

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Polizei zufrieden mit Einhaltung der Abstände

Demonstriert werden sollte auch in vielen anderen Städten, in Erfurt wurde die Veranstaltung wegen einer Unwetterwarnung allerdings abgesagt. Die Berliner Polizei zeigte sich zufrieden mit dem Start. "Es ist ein tragfähiges Konzept, dass der Versammlungsleiter vorgestellt hat und man sieht, dass die Menschen darauf achten, dass dem Infektionsschutz genüge getan wird", sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Auf Schildern war etwa "Black Lives Matter" oder "Mehr Geld für Bildung" zu lesen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 14. Juni 2020 um 16:30 Uhr.

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