Friedrich Merz | Bildquelle: dpa

AKK-Nachfolge Ja, er will wohl

Stand: 12.02.2020 18:53 Uhr

Während die CDU über ihr Tempo bei der Suche nach einem neuen Parteichef und Kanzlerkandidaten diskutiert, hebt der Erste schon die Hand: Friedrich Merz. Er will offenbar als Nachfolger für Kramp-Karrenbauer kandidieren.

Im Rennen um CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur geht Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz in die Offensive. Er wolle sich für den CDU-Vorsitz bewerben, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf sein Umfeld. Merz wisse die Parteibasis hinter sich und fühle sich durch aktuelle Umfragen ermutigt, hieß es.

Gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio wollte Merz' Sprecher die Kandidatur nicht offiziell bestätigen, er schloss sie jedoch auch nicht aus.

Merz galt nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer von Anfang an als ein Anwärter für Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur. Merz, der 2018 im Rennen um den CDU-Vorsitz Kramp-Karrenbauer knapp unterlegen war, hatte zuvor zur Kandidatensuche gesagt: "Ich möchte, dass wir das in einer anständigen Form untereinander austragen. Und ich werde dazu beitragen, dass diese anständige Form gewahrt wird." Er wolle sich nach Kräften darum bemühen, die Geschlossenheit und die Einheit der Union, insbesondere der CDU, nicht zu gefährden.

"Ich rate uns dringend davon ab"

Zugleich wurde im Umfeld von Merz betont, er sei offen für eine Mitgliederbefragung, aber nicht für einen bindenden Mitgliederentscheid. Diesem erteilte er Dienstagabend beim Jahresempfang des Wirtschaftsrats der CDU in Sachsen-Anhalt ein Absage: "Ich halte davon überhaupt nichts."

Für ihn sei die monatelange Kandidatensuche für den SPD-Vorsitz ein mahnendes Beispiel. "Schauen Sie auf das Ergebnis der Sozialdemokraten. Ein monatelanger Prozess. Und schauen Sie, was dabei herauskommt. Ist das ein gutes Vorbild für die CDU? Ich rate uns dringend davon ab", sagte er unter dem Gelächter der Besucher einer Parteiveranstaltung in Magdeburg.

CDU sucht Nachfolge für Kramp-Karrenbauer
tagesthemen 22:15 Uhr, 12.02.2020, Kerstin Palzer, ARD Berlin

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Spahn "bereit, Verantwortung zu übernehmen"

Als mögliche weitere Bewerber für Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gelten Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Spahn hatte am Vormittag erklärt, er sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, das habe er immer gesagt. "In welcher Konstellation das aber geschieht, darüber reden wir jetzt eben in den nächsten Tagen." Laschet äußerte sich bisher offiziell nicht zu seinen Plänen.

Gespräch wohl zuerst mit Söder

Und auch, wenn CSU-Chef Markus Söder zuletzt erklärt hatte, er wolle in Bayern bleiben: "In Bayern ist mein Standort und mein Anker, ich bin bei den bayerischen Wählerinnen und Wählern im Wort." - so will Kramp-Karrenbauer doch zuerst mit ihm über mögliche Nachfolgekandidaten reden. Am Wochenende am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz, berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf Unionskreise.

Söder selbst forderte Klarstellungen "in absehbarer Zeit". Sein Generalsekretär Markus Blume wurde deutlicher: "Die offenen Führungs- und Kursfragen sind umgehend zu klären", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

Nach dem Willen Kramp-Karrenbauers soll ein Bundesparteitag Anfang Dezember über ihre Nachfolge und die Kanzlerkandidatur entscheiden. Dann steht regulär die Neuwahl der Parteispitze an. "Wir müssen uns keinen Stress machen", bekräftigte Kramp-Karrenbauer am Dienstag in der Sitzung der Unionsfraktion in Berlin. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob es der scheidenden CDU-Vorsitzenden gelingt, die Union auf diesem Kurs zu halten.

Kommende Wahlen
ZeitpunktBundesland
23.02.2020Hamburg
Frühjahr 2021Baden-Württemberg
Frühjahr 2021Rheinland-Pfalz
06.06.2021Sachsen-Anhalt
Herbst 2021Bundestagswahl

Über dieses Thema berichteten am 12. Februar 2020 die tagesschau um 16:00 Uhr und tagesschau24 um 18:00 Uhr.

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