UN-Fahrzeuge im Jemen | Bildquelle: dpa

Geberkonferenz der UN 2,3 Milliarden Euro für den Jemen

Stand: 26.02.2019 16:13 Uhr

Die Vereinten Nationen haben für die humanitäre Hilfe im Bürgerkriegsland Jemen Zusagen in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro erhalten. UN-Generalsekretär Guterres wertet dies als Erfolg. 100 Millionen Euro kommen aus Deutschland.

Bei der Geberkonferenz für das Bürgerkriegsland Jemen sind in Genf 2,6 Milliarden Dollar zusammengekommen, das entspricht rund 2,3 Milliarden Euro. UN-Generalsekretär António Guterres nannte dies einen Erfolg: Es seien 30 Prozent mehr als bei der Geberkonferenz vor einem Jahr.

Allerdings brauchen die Vereinten Nationen dieses Jahr 4,2 Milliarden Dollar für den Jemen. Damit sollen 24 Millionen Menschen - 80 Prozent der Bevölkerung - unterstützt werden. Guterres äußerte die Hoffnung, dass im Laufe des Jahres noch mehr Geld zusammenkommt.

100 Millionen Euro aus Deutschland

Die Bundesregierung hat für die UN-Hilfe 100 Millionen Euro versprochen, die EU 161 Millionen Euro. Größte Geber sind nach Angaben von Guterres Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Sie gehören zu den Ländern, die auf Seiten der von den Huthi-Rebellen gestürzten Regierung kämpfen und mit ihren Bombardierungen für das Elend mit verantwortlich sind.

Die Hilfe werde strikt nach Bedürftigkeit vergeben, sagte Guterres. Erstmals seit September hätten die Vereinten Nationen im Jemen wieder ein Lager mit dringend benötigten Weizenvorräten für die hungernde Bevölkerung erreicht, teilte er mit. "Ich habe gerade gute Nachrichten erhalten. Endlich ist es uns gelungen, die Lager von Red Sea Mills zu erreichen." 

Hungerkrise im Jemen-Krieg
tagesschau 15:00 Uhr, 26.02.2019, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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Zugang zu Getreidespeichern umkämpft

Nach Angaben eines Sprechers des Welternährungsprogramms (WFP) handelt es sich um eine Evaluierungsmission des WFP. In den Getreidesilos am Rande der umkämpften Hafenstadt Hodeida lagerten 51.000 Tonnen Weizen - "genug, um mehr als 3,7 Millionen Menschen einen Monat lang zu ernähren," sagte WFP-Sprecher Hervé Verhoosel der Nachrichtenagentur AFP. Die Ergebnisse der Mission stünden noch aus, doch hoffe die UNO, das Lager so rasch wie möglich wieder nutzen zu können.

Der Zugang zu den Getreidespeichern ist seit dem Beginn der Kämpfe zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und Truppen des jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi um die Kontrolle von Hodeida im September blockiert.

Brüchige Waffenruhe

In dem Land auf der Arabischen Halbinsel herrscht seit mehr als vier Jahren Bürgerkrieg. Vertreter der Regierung und der Huthi-Rebellen hatten sich im Dezember auf eine Waffenruhe an der Front bei der Hafenstadt Hodaida und einen Austausch von Gefangenen verständigt. Hilfsorganisationen sehen darin eine dringend nötige vertrauensbildende Maßnahme. Der Prozess kommt aber nur schleppend voran.

Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen Tausende Zivilisten. Nichtregierungsorganisationen sprechen von einer weit höheren Zahl von Todesopfern.

Hilfe für den Jemen
Marion Barzen, ARD Zürich
26.02.2019 17:44 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Februar 2019 um 11:00 Uhr.

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