Ein festlich geschmücktes Weihnachtshaus | dpa

Umwelthilfe zu Weihnachtsbeleuchtung Bleibt es in diesem Jahr dunkel?

Stand: 26.09.2022 07:22 Uhr

Die Deutsche Umwelthilfe regt an, dieses Jahr die Weihnachtsbeleuchtung wegzulassen - wegen der Energie-, aber auch der Klimakrise. Allein der private Stromverbrauch dafür entspreche dem einer mittleren Großstadt pro Jahr.

Vor allem angesichts der Energiekrise hat die Deutsche Umwelthilfe angeregt, in diesem Jahr auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten. Das sollte "eine Selbstverständlichkeit sein" - in Städten und Gemeinden wie auch Häusern und Wohnungen, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Energieknappheit, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollten wir einmal innehalten", so Resch. Er wies auf den Stromverbrauch hin: "Allein die privaten Beleuchtungsorgien verursachen pro Jahr einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden - so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400.000 Einwohnern im Jahr verbraucht."

Ein beleuchteter Baum pro Stadt oder Gemeinde?

Hinzu kämen die möglichen Einsparungen durch den Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten und Gemeinden. Resch überlegte: "Vielleicht lässt sich dies ja auf jeweils einen beleuchteten Baum pro Gemeinde reduzieren." Hier bewusst zu verzichten, zu sparen und solidarisch zu sein, könne diese Weihnachtszeit sogar zu einer ganz besonderen machen.

Ein Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung wird angesichts der Energiekrise auch in anderen Ländern - wie etwa Österreich - diskutiert. Wegen der stark gestiegenen Stromkosten planen viele Händler dies dort laut einer Umfrage des Handelsverbands von sich aus.

In Deutschland wurde bereits in den vergangenen Jahren diskutiert, Weihnachtsbeleuchtung zumindest weniger zu nutzen - zugunsten des Klimaschutzes.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. September 2022 um 01:00 Uhr.