Eine Frau sitzt auf einer Bank auf dem Deich von Friedrichskoog | dpa

Umweltbundesamt Die Luft wird besser

Stand: 11.02.2020 13:02 Uhr

Positive Nachrichten vom Umweltbundesamt: Die Luftqualität in Deutschland hat sich 2019 verbessert. Grund: Tempolimits und mehr schadstoffarme Busse. Trotzdem herrscht in manchen Städten noch dicke Luft.

Die Luft in Deutschland ist besser geworden. Das ergeben Messungen des Umweltbundesamtes. Die vorläufigen Zahlen und Daten für das vergangene Jahr hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) gemeinsam mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, vorgestellt.

Weniger Stickoxid, kaum noch Feinstaub

Danach ist die Belastung der Luft mit Feinstaub und Stickoxid zurückgegangen, unter anderem dank dem Einsatz schadstoffarmer Busse und Tempolimits. 2019 sei der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) an etwa 20 Prozent der Messstationen überschritten worden. 2018 seien es noch mehr als 40 Prozent gewesen.

Zugleich sei 2019 das Jahr seit Beginn der Messungen gewesen, in denen die Luft am wenigsten mit Feinstaub belastet war - erstmals habe es keine Überschreitungen des geltenden Grenzwertes gegeben.

"Die Ergebnisse sind wirklich endlich mal erfreulich", so Schulze. Es zeige, dass Umweltschutz wirke: Sauberere Neufahrzeuge und der Ausbau der Elektrobusflotte in vielen Kommunen schlügen sich positiv nieder.

Abgase kommen aus einem Auspuff eines Autos | dpa

Alte Dieselfahrzeuge gelten beim Kampf gegen Feinstaub und Stickoxide als Hauptproblem. Bild: dpa

"Sind noch nicht am Ziel"

Dort, wo die Grenzwerte für NO2 überschritten wurden, sei dies allerdings "deutlich" geschehen. Die höchste Belastung gab es laut Umweltbundesamt in München, aber auch Stuttgart, Kiel, Berlin und Hamburg waren stark betroffen. Insgesamt rechnet die Behörde damit, dass nach Auswertung aller Daten in 25 bis 30 Städten die NO2-Belastung zeitweise zu hoch war.

Als Hauptproblem wurde nach wie vor der Straßenverkehr benannt, und hier insbesondere alte Dieselfahrzeuge. Strengere Grenzwerte könnten nach Angaben des Umweltbundesamtes helfen. "Wir sind erst am Ziel, wenn in allen Städten die Grenzwerte eingehalten werden", stellte Schulze fest.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Februar 2020 um 13:00 Uhr.