Verteidigungsministerin Christine Lambrecht sitzt während einer Konferenz auf der US-Basis in Ramstein neben US-General Mark und US-Verteidigungsminister Lloyd J. Austin (von links). | EPA

Unterstützung für die Ukraine Waffen und eine monatliche Kontaktgruppe

Stand: 26.04.2022 18:11 Uhr

Bei ihrer Konferenz auf der US-Militärbasis in Ramstein haben Vertreter westlicher Staaten weitere Waffen an die Ukraine zugesagt. Zudem soll das Treffen zur monatlichen Kontaktgruppe ausgebaut werden, um die Hilfe besser zu koordinieren.

Auf einer Konferenz am US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz haben westliche Staaten, darunter auch Deutschland, der Ukraine weitere Waffenlieferungen zugesagt. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, man werde "Himmel und Erde" in Bewegung setzen, damit die Ukraine das bekomme, was sie zu ihrer Verteidigung brauche.

Austin begrüßte ausdrücklich Ankündigung Deutschlands, die Ukraine mit Flugabwehrpanzern zu unterstützen. Deutschland sei "ein toller Freund und Verbündeter" der USA, sagte Austin nach einem internationalen Treffen auf US-Militärbasis. Die Überlassung der 50 Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard sei ein bedeutender Schritt, der der Ukraine wichtige zusätzliche Fähigkeiten bringe, so der US-Verteidigungsminister.

Ukraine entschlossen unterstützen

Die Welt sei durch den russischen Angriffskrieg wachgerüttelt worden und mehr als 30 Verbündete und Partner hätten gemeinsam mit den USA bereits militärische Ausrüstung im Umfang von mehr als fünf Milliarden US-Dollar für die Ukraine zugesagt, sagte Austin. Die USA und ihre Verbündeten stünden zusammen, um die Ukraine angesichts des russischen Angriffskriegs zu unterstützen.

Die Konferenz habe klar gezeigt, dass die kommenden Wochen für die Ukraine von großer Bedeutung seien. "Wir müsse schritthalten mit der Kriegsgeschwindigkeit", sagte Austin. Man sei entschlossener denn je, die Ukraine zu unterstützen "in ihrer Bekämpfung der russischen Aggression und der russischen Gräueltaten".

Monatliche Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine

Austin kündigte an, dass das Konferenzformat zu "einer monatlichen Kontaktgruppe" ausgeweitet wird. So solle die Unterstützung der Länder für die Ukraine insgesamt besser koordiniert werden. "Um sicherzustellen, dass wir unsere Fortschritte weiter ausbauen, werden wir dieses Forum über den heutigen Tag hinaus verlängern", sagte Austin. Die monatlichen Treffen könnten persönlich, virtuell oder in einem gemischten Format stattfinden. 

Austin schwor die Verbündeten auf langen und nachhaltigen Beistand für das Land ein. "Die Ukraine braucht heute unsere Hilfe, um zu gewinnen, und sie wird noch unsere Hilfe brauchen, wenn der Krieg vorbei ist."

Lambrecht: "Verlässlicher Partner" für die Ukraine

Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Staaten sagten in Ramstein der Ukraine Waffenlieferungen zu. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht kündigte die Lieferung von Flugabwehrpanzern an. "Wir sind ein verlässlicher Partner an der Seite der Ukraine - mit unseren Alliierten zusammen", sagte sie nach der Konferenz. Darüber hinaus sei die Konferenz auch der Startschuss für eine mittel- und langfristige Unterstützung gewesen. "Die beste Sicherheitsgarantie für die Ukraine sind gut ausgebildete und gut ausgestattete Streitkräfte."

Anlässlich des Treffens in Ramstein sicherten etwa auch die Regierungen Großbritanniens und Kanadas weitere militärische Unterstützung zu. Nach Angaben Austins habe London angekündigt, nochmals die ukrainische Luftabwehr zu stärken. Ottawa wolle auch gepanzerte Fahrzeuge liefern.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. April 2022 um 17:00 Uhr und um 18:00 Uhr.