Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bundesaußenministerin Annalena Baerbock begrüßen ukrainische Geflüchtete am Frankfurter Flughafen. | EPA

Flucht aus der Ukraine Erster Flug aus Moldau gelandet

Stand: 25.03.2022 19:16 Uhr

Außenministerin Baerbock hatte der Republik Moldau vor zwei Wochen versprochen, sie mit der Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine zu entlasten. Nun ist der erste Evakuierungsflug am Frankfurter Flughafen gelandet.

Am Nachmittag ist ein erster Flug mit ukrainischen Geflüchteten aus der Republik Moldau in Deutschland gelandet. Am Frankfurter Flughafen kamen 134 Menschen an, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Deutschland könne ein "Drehkreuz für die gerechte Verteilung in Europa werden", sagte Innenministerin Nancy Faeser. Sie wolle für kürzere Reisewege, schnelle medizinische Behandlung und gute Unterbringung sorgen, so die SPD-Politikerin.

Baerbock: "Solidarische Luftbrücke"

"Ein leuchtendes Zeichen von Menschlichkeit in dieser dunklen Zeit" nannte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock den Flug. Die Grünen-Politikerin hatte Moldau bei einem Besuch vor zwei Wochen Unterstützung und die Aufnahme von 2500 Geflüchteten in Deutschland zugesagt. In dem 2,6 Millionen Einwohner zählenden Land befinden sich derzeit mehr als 350.000 Geflüchtete aus der Ukraine.

Baerbock sprach vom Beginn einer "dauerhaften solidarischen Luftbrücke". Weitere Evakuierungsflüge seien geplant. Die Bundesregierung arbeitet mit dem UN-Flüchtlingswerk UNHCR und der Organisation für Migration (IOM) zusammen, um Moldau zu entlasten und den dortigen Geflüchteten möglichst schnell zu helfen.

Erstaufnahme in Bitburg

Das UNHCR identifiziert nach eigenen Angaben besonders Schutzbedürftige wie Menschen mit Behinderungen, Ältere, schwer Erkrankte und alleinreisende Mütter mit Kindern. Die IOM sorge für eine sichere und geordnete Reise.

Die heute Angekommenen sollen nun mit Bussen zur Erstaufnahme nach Bitburg in der Eifel gebracht werden. Rheinland-Pfalz hatte sich vorab zur Aufnahme bereit erklärt, so Faeser.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. März 2022 um 19:00 Uhr.