Tötung Fritz von Weizsäckers Verdächtiger kommt in die Psychiatrie

Stand: 20.11.2019 16:59 Uhr

Nach dem tödlichen Messerangriff auf Fritz von Weizsäcker soll der Tatverdächtige in der Psychiatrie untergebracht werden. Laut Staatsanwaltschaft liegt bei ihm eine "akute psychische Erkrankung" vor.

Fritz von Weizsäcker (Archivbild) | Bildquelle: dpa
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Fritz von Weizsäcker wurde im Alter von 59 Jahren getötet.

Der mutmaßliche Angreifer des Berliner Chefarztes Fritz von Weizsäcker hat nach Erkenntnis der Ermittler im Wahn gehandelt. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mitteilte, will sie nach einer psychiatrischen Untersuchung des 57-jährigen Tatverdächtigen dessen Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragen.

Tat war offenbar länger geplant

Schloßpark-Klinik in Berlin | Bildquelle: dpa
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Die Berliner Schlosspark-Klinik ist der Tatort des Gewaltverbrechens.

Laut Generalstaatsanwaltschaft äußerte der 57-Jährige bei seiner Vernehmung durch die Polizei eine allgemeine Abneigung gegen die Familie von Weizsäcker, die wahnbedingt sei. Er habe im Rahmen seiner Tatplanung dann im Internet recherchiert und sei dabei auf den Vortrag von Weizsäckers in der Schlosspark-Klinik gestoßen. Nachdem er sich zuvor in seiner Heimat in Rheinland-Pfalz ein Messer gekauft habe, sei der Mann am Dienstag mit dem Zug nach Berlin gefahren, um von Weizsäcker anzugreifen.

Der Verdächtige griff von Weizsäcker mit dem Messer an und verletzte ihn so tödlich. Auch ein zufällig anwesender Polizist, der versuchte, den Beschuldigten zu überwältigen, sei durch das Messer potenziell lebensgefährlich verletzt worden.

Tödliche Attacke auf Fritz von Weizsäcker
nachtmagazin 00:00 Uhr, 21.11.2019, Kerstin Breinig, RBB

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Trauer und Entsetzen

Familie, Freunde und Politiker reagierten mit Bestürzen auf die Tat. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekundete ihr Beileid. "Es ist ein entsetzlicher Schlag für die Familie von Weizsäcker, und die Anteilnahme der Bundeskanzlerin, sicher auch der Mitglieder der Bundesregierung insgesamt, gehen an die Witwe, an die ganze Familie", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, der tödliche Messerangriff auf von Weizsäcker sei "mit Entsetzen" zur Kenntnis genommen worden. Zu möglichen Schutzmaßnahmen für Angehörige früherer Bundespräsidenten wollte er auf Nachfrage keine Angaben machen.

Der Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker würdigte seinen Cousin Fritz mit warmen Worten: "Ich fand ihn ganz wunderbar", sagte von Weizsäcker der Nachrichtenagentur dpa. "Ich habe ihn ungewöhnlich lieb gehabt."

Lange Karriere als Mediziner

Von Weizsäcker hatte eine lange Karriere als Mediziner hinter sich. Nach Stationen in Freiburg, Boston und Zürich war er seit 2005 Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I an der Schlosspark-Klinik.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. November 2019 um 17:00 Uhr.

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