Titanic mit Papst auf Cover | Bildquelle: picture alliance / dpa

Satiremagazin "Titanic" darf wieder twittern

Stand: 05.01.2018 15:38 Uhr

Nach einer zeitweiligen Sperrung kann das Satiremagazin "Titanic" wieder auf Twitter zurückgreifen. Einige Tweets bleiben allerdings weiterhin gesperrt. Die "Titanic" hatte zuvor mehrere satirische Beiträge unter dem Namen der AfD-Politikerin von Storch getwittert.

Das Satiremagazin "Titanic" hat nach der vorübergehenden Sperrung wieder Zugang zu seinem Twitter-Account. Twitter hat die zeitweilige Sperrung nach über 48 Stunden aufgehoben, wie die Zeitschrift mitteilte. Einige Tweets blieben aber weiter in Deutschland geblockt.

Die "Titanic" hatte zuvor mehrere satirische Beiträge unter dem Namen der AfD-Politikerin Beatrix von Storch getwittert.

Die AfD-Bundestagsabgeordnete Storch hatte sich bei Twitter über einen arabischsprachigen Tweet der Kölner Polizei zu Silvester geärgert und von "barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden" geschrieben. Das Satiremagazin griff dies auf und wiederholte Storchs Äußerungen am Dienstag in einem parodistischen "Gasttweet" der AfD-Politikerin. Die "Titanic"-Parodie wurde später wie schon zuvor Storchs Original-Tweet von Twitter geblockt.

Zu den weiterhin gesperrten Beiträgen gehören den Angaben zufolge Meldungen über den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und die Polizei in Sachsen und München.

Die "Titanic" will sich den Angaben zufolge weiter gegen Sperrungen wehren, die seit dem vollständigen Inkrafttreten des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes zum Jahreswechsel auch andere Satiriker beträfen. Die Neuregelung verpflichtet die sozialen Netzwerke, rechtswidrige Inhalte innerhalb kurzer Fristen zu löschen oder zu sperren. Geschieht dies nicht, drohen Bußgelder in Millionenhöhe. Die Sperrungen bei Twitter gehen aber auch auf die Richtlinien zurück, die sich der Onlinedienst selbst auferlegte.

Über dieses Thema berichtete HR Info am 03. Januar 2018 um 16:00 Uhr. Am 05. Januar 2018 berichtete BR Puls in der Sendung "Hochfahren" ab 15:00 Uhr.

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