Wahlplakate - aufgenommen Anfang Oktober in Erfurt | Bildquelle: dpa

Landtagswahl in Thüringen Wem hilft die Stimmung im Land?

Stand: 27.10.2019 06:18 Uhr

Eine positive Grundstimmung prägt die Lage vor der heutigen Wahl in Thüringen. Am Gefühl der Benachteiligung ändert das wenig. Den Ausschlag für die Mehrheitsverhältnisse könnten die Spitzenkandidaten geben.

Von David Rose, tagesschau.de, zzt. in Erfurt

Zum siebten Mal seit der Wiedervereinigung wählen die Thüringer einen neuen Landtag. Die Stimmung im Land ist dabei ungewöhnlich gut. Zwei Drittel der von infratest dimap im Auftrag der ARD befragten Wahlberechtigten beurteilen die wirtschaftliche Lage in Thüringen positiv. 34 Prozent finden, dass sich die Lebensumstände im Land in den vergangenen Jahren verbessert hätten, 51 Prozent sehen keine Veränderung und lediglich 13 Prozent sprechen von einer Verschlechterung.

Umfragen deuten auf knappen Wahlausgang hin
tagesschau 12:45 Uhr, 27.10.2019, Sven Knobloch, MDR

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Diese Stimmung spiegelt sich auch in der Beurteilung der rot-rot-grünen Koalition wider. 58 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden. Das ist der beste Wert, den infratest dimap bisher vor einer Landtagswahl in Thüringen ermittelt hat. Wie sich die Beurteilung auf die Ergebnisse der drei beteiligten Parteien auswirken wird, ist aber noch völlig offen.

Ramelow überzeugt über Parteigrenzen hinweg

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken | Bildquelle: dpa
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70 Prozent der Thüringer halten Bodo Ramelow (Die Linke) für einen guten Ministerpräsidenten.

Einen wichtigen Anteil an der Bewertung der Koalition hat Bodo Ramelow, der 2014 als erster Politiker der Partei Die Linke zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. 68 Prozent der Thüringer sind mit seiner Arbeit zufrieden - ein Plus von 17 Prozentpunkten gegenüber der Wahl 2014 und ein Rekordwert für einen Politiker der Linkspartei.

70 Prozent der Befragten bescheinigen Ramelow, ein guter Ministerpräsident zu sein. Bei den Anhängern der Koalitionsparteien sind zwischen 86 und 99 Prozent dieser Ansicht. Aber Ramelow von der Linken überzeugt auch Anhänger von Oppositionsparteien. 60 Prozent der CDU-Anhänger und immerhin 26 Prozent der AfD-Anhänger halten ihn für einen guten Regierungschef.

Tiefensee punktet, Höcke polarisiert

Unter den Spitzenkandidaten erzielt der SPD-Politiker und frühere Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die zweitbesten Popularitätswerte nach Ramelow. 58 Prozent der Befragten sind mit Tiefensees Arbeit zufrieden, der seit 2014 Wirtschafts- und Wissenschaftsminister in der rot-rot-grünen Landesregierung ist. 38 Prozent beurteilen die Arbeit von CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring positiv und 30 Prozent die Arbeit der Grünen-Spitzenkandidatin Anja Siegesmund.

Björn Höcke | Bildquelle: dpa
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AfD-Spitzenkandidat Höcke polarisiert.

AfD-Politiker Björn Höcke polarisiert die Wahlberechtigten. Er kommt auf einen Zufriedenheitswert von 14 Prozent. Das ist der drittbeste Wert, den infratest dimap bisher für einen AfD-Spitzenkandidaten vor einer Wahl ermittelt hat. Besser wurden bislang nur Jörg Urban (vor der Sachsen-Wahl 2019) und Andreas Kalbitz (vor der Brandenburg-Wahl 2019) beurteilt. 75 Prozent der Befragten in Thüringen bewerten Höckes Arbeit allerdings negativ.

Gefühl von Bürgern zweiter Klasse

Das Lebensgefühl vieler Ostdeutscher zeigt sich in Thüringen ebenso wie zuletzt bereits in Sachsen und Brandenburg. Zwar sagen mehr als drei Viertel, dass für sie die Unterscheidung zwischen Ost und West keine Rolle mehr spiele. Zugleich sagen aber 70 Prozent, dass Ostdeutsche an vielen Stellen immer noch Bürger zweiter Klasse seien. Sogar 74 Prozent vertreten die Ansicht, dass Politik und Wirtschaft zu stark von Westdeutschen bestimmt würden.

Claudia Reiser, MDR, über den bisherigen Wahlsonntag in Thüringen
tagesschau24 16:00 Uhr, 27.10.2019

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Schrumpfende und alternde Bevölkerung

Die Struktur Thüringens wird Einfluss auf das Wahlergebnis haben. Ein ungewöhnlich kleiner Anteil der Bevölkerung lebt in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Allerdings gibt es mit Erfurt und Jena auch nur zwei Großstädte dieser Art in Thüringen. In nahezu allen Wahlkreisen sank zudem die Zahl der Wahlberechtigten seit 2014.

In Thüringen dürfen diesmal rund 1,734 Millionen Menschen ihre Stimme abgeben. 716.000 Wahlberechtigte sind mindestens 60 Jahre alt und weitere 345.000 zwischen 50 und 59 Jahre alt. Lediglich 184.000 Wahlberechtigte sind jünger als 30 Jahre.

Thüringen wählt einen neuen Landtag
Ulli Sondermann-Becker
27.10.2019 07:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. Oktober 2019 um 09:00 Uhr.

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