Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Condor vom Typ Airbus A320 | Bildquelle: dpa

Thomas-Cook-Insolvenz Bundesregierung prüft Kredit für Condor

Stand: 23.09.2019 13:49 Uhr

Wie geht es nach der Insolvenz von Thomas Cook mit der deutschen Tochter Condor weiter? Ein Überbrückungskredit des Bundes soll den Weiterbetrieb gewährleisten - doch noch ist keine Entscheidung gefallen.

Nach der Insolvenz des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook prüft die Bundesregierung den Antrag der deutschen Tochter Condor auf einen Überbrückungskredit. Noch sei hier keine Entscheidung getroffen, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Regierung arbeite aber "mit Hochdruck" daran.

Condor hatte den Kredit am Morgen beantragt. Zur Höhe könne er keine Angaben machen, sagte der Ministeriumssprecher. Wie die Nachrichtenagentur dpa mit Bezug auf Regierungskreise berichtet, soll es um rund 200 Millionen Euro gehen.

Die Landesregierung in Hessen, wo Condor seinen Sitz hat, erklärte, sie sei bereits in Gesprächen mit dem Unternehmen über eine mögliche Unterstützung. Sie sei offen, Condor bei der Überbrückung der aktuellen Krise zusammen mit dem Bund behilflich zu sein, "etwa durch eine ergänzende Landesbürgschaft".

Michael Immel, HR, über die Zusage des Überbrückungskredits
tagesthemen 22:15 Uhr, 24.09.2019

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Kredit als Chance zum langfristigen Weiterbetrieb

Die deutschen Flughäfen setzen darauf, dass ein Überbrückungskredit gewährt wird. Damit hätte der Ferienflieger eine Chance zum langfristigen Weiterbetrieb, hieß es in einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV).

"Viele Passagiere an den größeren Flughafenstandorten Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart sind betroffen", teilte der Verband weiter mit. An allen Standorten seien die Flughäfen in Gesprächen mit Reiseveranstaltern und Condor selbst, um die Auswirkungen für die Passagiere so gering wie möglich zu halten. "Der Flughafenverband ADV begrüßt ausdrücklich, dass Condor den Flugbetrieb trotz dieser schwierigen Situation versucht aufrechtzuerhalten."

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes betonte, Reiseveranstalter in Deutschland seien verpflichtet, die Rückreise von Urlaubern zu organisieren, die von einer Insolvenz betroffen seien. Dazu müssten sie eine Insolvenzpflichtversicherung abschließen. In Großbritannien dagegen stehe der Staat unmittelbar in der Pflicht.

Für betroffene Individualtouristen stehe "unser weltweites Netz bereit", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes weiter. Die Regierung beobachte die Lage "sehr genau". Welche Auswirkungen die Insolvenz haben werde, "wird sich in den nächsten Tagen zeigen". Das Auswärtige Amt habe eine Krisenvorsorgesitzung einberufen. 

Auch deutsche Urlauber von Thomas Cook gestrandet
tagesschau 17:00 Uhr, 23.09.2019, Sandra Scheuring, HR

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Condor-Flüge planmäßig

Von den 105 Flugzeugen im Thomas-Cook-Konzern fliegen 58 für das deutsche Tochterunternehmen Condor. Flüge von Condor finden nach wie vor planmäßig statt, wie eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa sagte. Aus rechtlichen Gründen dürfe Condor aber Urlauber, die mit Thomas-Cook-Veranstaltern gebucht haben, nicht mehr an ihr Reiseziel bringen, teilte die Airline mit.

Die deutsche Traditionsmarke befördert nicht nur Thomas-Cook-Kunden, sondern auch die anderer Reiseveranstalter und Individualreisende. Damit sind derzeit nach Condor-Angaben insgesamt rund 240.000 Urlauber für Rückflüge gebucht.

Über dieses Thema berichtete am 22. September 2019 Deutschlandfunk um 23:18 Uhr in der Sendung "Das war der Tag" sowie am 23. September 2019 die tagesschau um 12:00 Uhr.

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