Menschen stehen auf einem Hügel und beobachten den aufgehenden Mond. | dpa

Besonderes Schauspiel "Supermond" fasziniert Beobachter

Stand: 27.04.2021 09:17 Uhr

Besonders groß und besonders hell: Vielerorts konnten die Menschen in der vergangenen Nacht einen sogenannten "Supermond" beobachten. Und das lag nicht nur daran, dass der Trabant voll angestrahlt wurde.

Ein heller und etwas größer als üblich wirkender sogenannter "Supermond" fasziniert zurzeit viele Beobachter. Hintergrund ist zum einen der Vollmond, der in der vergangenen Nacht erreicht wurde. Zum anderen kam der Mond der Erde mit nur 357.380 Kilometern besonders nah. Fachleute nennen den Punkt, an dem der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn der Erde am nächsten kommt, Perigäum. Durchläuft der Mond zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig die Vollmondphase, spricht man auch von "Supermond".

Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) kann der Mond der Erde, gemessen von Mittelpunkt zu Mittelpunkt, bis auf 356.400 Kilometer nahekommen - und bis zu 406.700 Kilometer von ihr entfernt sein (Apogäum). Steht der Mond im Perigäum, ist die Fläche der sichtbaren Mondscheibe demnach um 30 Prozent größer als bei einem Vollmond im Apogäum. Ein Vollmond im Perigäum leuchte also knapp ein Drittel heller als im Apogäum - was von Beobachtern als kräftigerer Helligkeitseindruck wahrgenommen werde.

Auch in anderen Ländern war das Spektakel in der vergangenen Nacht gut zu beobachten, etwa in New York. In den USA wird der Vollmond im April auch als "pink moon" bezeichnet - angelehnt an die Pflanze Phlox, die in vielen Teilen des Landes aktuell so schön rosa oder pink blüht.

Der Vollmond geht hinter dem Stuttgarter Fernsehturm auf. | dpa

Den nächsten "Supermond" gibt es am 26. Mai zu sehen. Bild: dpa

Mond entfernt sich von der Erde

Nach Angaben des DLR entfernt sich der Mond jährlich um 3,8 Zentimeter von der Erde. Vor vier Milliarden Jahren wirkten die Vollmonde daher noch wesentlich beeindruckender. Der Mond umkreiste die Erde auf einer viel engeren Umlaufbahn - nur 60.000 Kilometer sei er damals entfernt gewesen, so das DLR.

Und für alle, die es verpasst haben: Den nächsten "Supermond" kann man am 26. Mai sehen.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, der "Supermond" werde in den USA auch als "pink moon" bezeichnet. Korrekt ist, dass der Name "pink moon" den Vollmond im Monat April beschreibt - es muss aber kein "Supermond" sein. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. April 2021 um 10:00 Uhr.