Die Bahn will attraktiver werden - und günstiger. | Bildquelle: dpa

Sturmtief "Sabine" Bahn rät von Fahrten ab Sonntag ab

Stand: 07.02.2020 21:34 Uhr

Aufgrund der aktuellen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmtief "Sabine" hat die Deutsche Bahn von Reisen zwischen Sonntag und Dienstag abgeraten. Kunden können ihre Tickets stornieren oder umtauschen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor den Auswirkungen von Sturmtief "Sabine" in den kommenden Tagen. Die Deutsche Bahn rechnet demnach ab Sonntagabend mit erheblichen Beeinträchtigungen im Schienenverkehr - insbesondere im Norden und Westen Deutschlands: "Wir empfehlen unseren Reisenden von Sonntag, 09.02.2020, bis Dienstag, 11.02.2020, ihre geplante Reise auf einen anderen Tag zu verschieben."

Alle Fernverkehrstickets für Sonntag, Montag und Dienstag könnten bereits am Samstag sowie bis zum 18. Februar benutzt werden. Auch eine kostenlose Stornierung sei möglich. Dies gilt der Bahn zufolge auch für Fahrkarten mit Zugbindung. Wer eine Sitzplatzreservierung gebucht hat, könne diese kostenfrei umtauschen. Die Bahn riet Reisenden außerdem, vor Fahrtantritt ihre Zugverbindung noch einmal im Internet, der Bahn-App oder über die Telefonhotline zu prüfen.

Heftige Schauer und Gewitter möglich

Ab Sonntag werden weite Teile des Bundesgebiets von den Fronten des atlantischen Orkantiefs "Sabine" erfasst, wie der DWD mitteilte. Die Meteorologen rechnen demnach mit gefährlichen Sturmböen von bis zu einhundert Kilometern pro Stunde.

Besonders betroffen ist praktisch flächendeckend das Gebiet der alten Bundesrepublik. In den ostdeutschen Bundesländern und Berlin sollen die Windgeschwindigkeiten größtenteils niedriger ausfallen. Auch dort sei dem DWD zufolge aber mit einzelnen schweren Sturmböen zu rechnen. Begleitet wird der Orkan den Prognosen zufolge vielerorts von heftigen Schauern und Gewittern. Der DWD warnt deshalb unter anderem vor umstürzenden Bäumen und abgebrochenen Ästen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie BSH erwartet für die Nordsee in der Nacht zu Montag sowie in den darauffolgenden Tagen erhöhte Wasserstände. Dann droht Hochwasser an der Nordsee von der nordfriesischen Küste bis zur Elbmündung und in Hamburg.

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DWD erwartet Windspitzen am Montag

"Die gefährlichste Situation mit den höchsten Windspitzen in ganz Deutschland" wird nach Einschätzung des DWD-Meteorologen Andreas Friedrich in der Nacht zum Montag erreicht, wenn sich zu dem Orkantief eine Kaltfront gesellt. Erst gegen Montagabend und Dienstag werde sich das Wetter allmählich beruhigen.

"Sabine" sei laut DWD ein Winterorkan, wie er etwa alle zwei Jahre vorkomme, aber kein "Rekordsturm". So stark wie "Kyrill" im Jahr 2007 oder "Lothar" im Jahr 1999 werde das aktuell erwartete Sturmtief wohl nicht ausfallen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. Februar 2020 um 21:00 Uhr in den Nachrichten.

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