Pfahlbauten in St. Peter-Ording | Bildquelle: dpa

Sturm in Europa Sehr windig - noch bis Donnerstag

Stand: 12.02.2020 07:10 Uhr

Noch bis Donnerstag steht Europa unter dem Einfluss von Sturmtief "Sabine". Dann legt sich der Wind langsam. Die Versicherungsbranche rechnet mit Schäden von bis zu 700 Millionen Euro, die der Sturm verursacht hat.

Das Sturmtief "Sabine" ist fast durchgezogen. In der Wochenmitte bleibt es aber wechselhaft und ungemütlich. Laut Deutschem Wetterdienst wird der Wind erst in der Nacht zu Donnerstag abschwächen. In Hamburg besteht die Gefahr einer Sturmflut.

Orkantief "Sabine" hatte in Deutschland und anderen Teilen Europas teils schwere Schäden verursacht. Im Kreis Freudenstadt in Baden-Württemberg starb ein 69-Jähriger bei Holzarbeiten, als der Stamm eines entwurzelten Baumes auf ihn stürzte. In Nienburg in Niedersachsen starb eine 82-jährige Frau, die von einer Windböe erfasst und auf einer Straße von einem Auto überrollt wurde.

Weitere Todesopfer in Großbritannien, Italien und Polen

In Großbritannien gab es ein weiteres Todesopfer. In Liverpool wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. Bereits am Sonntag war ein Autofahrer in Südengland von einem Baum getötet worden. In der Lombardei in Italien wurde eine 77-Jährige von herumfliegenden Dachteilen erschlagen.

In Polen erlag eine 21-Jährige im Krankenhaus ihren Verletzungen, die sie am Montagabend im Skiressort Bukowina Tatrzanska bei starkem Wind von Dachteilen getroffen worden war. Eine 52-Jährige und ihre 15 Jahre alte Tochter waren bereits am Montag gestorben.

Umgestürzte Bäume bei Höhenkirchen-Siegertsbrunn in Bayern | Bildquelle: dpa
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Die Versicherungsbranche kam vergleichsweise glimpflich davon.

Die Bahn fährt in weiten Teilen Deutschlands wieder planmäßig. Nur in Schleswig-Holstein und Bayern gab es zuletzt noch deutliche Einschränkungen. Im Süden sei die Situation noch angespannt, teilte die Bahn mit.

Schäden bis etwa 700 Millionen Euro

Die Versicherungsbranche dürfte bei den Zerstörungen durch Sturmtief "Sabine" vergleichsweise glimpflich davongekommen sein. Wie der Versicherungsmakler Aon mitteilte, belaufen sich die versicherten Schäden in Deutschland wohl auf 500 bis 700 Millionen Euro. Dass es nicht schlimmer gekommen sei, führt Aon auch darauf zurück, dass der Fernverkehr der Deutschen Bahn, der Flugverkehr der Lufthansa-Tochter Eurowings und der Fährbetrieb an den Küsten rechtzeitig eingestellt worden seien.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Februar 2020 um 20:00 Uhr.

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