Plakette mit der Aufschrift "UFO Streik" | Bildquelle: LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/REX

Flugbegleiter Dreitägiger Streik bei Germanwings

Stand: 27.12.2019 18:03 Uhr

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO ruft zu einem dreitägigen Streik über Silvester bei der Lufthansa-Tochter Germanwings auf. Betroffen sind lediglich 30 Maschinen. Weitere Streiks könnten aber folgen.

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat zu einem dreitägigen Streik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings aufgerufen. Er soll von kommendem Montag, 0:00 Uhr bis Mittwoch, 24 Uhr andauern. Der stellvertretende Vorsitzende von UFO, Daniel Flohr, begründete den Streik damit, dass die Konzernleitung keine Gesprächsbereitschaft gezeigt habe. Die designierten Schlichter, Ex-Arbeitsagentur-Chef Frank-Jürgen Weise und Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck, hätten zwar über die Weihnachtsfeiertage bis zum heutigen Freitag versucht, eine Lösung zu finden. Aus Sicht von UFO aber ohne Ergebnis.

Dennoch habe man sich entschieden, zunächst nur Germanwings zu bestreiken, da das dortige Management "den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs" gebe. Die Tochter Germanwings ist noch mit etwa 30 Flugzeugen für die Marke Eurowings unterwegs, soll aber perspektivisch mit dem Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden.

Gerrit Rudolph, HR, mit Einzelheiten zu UFO-Warnstreiks an Silvester
tagesschau 17:00 Uhr, 27.12.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Zwar wolle man weitere Streiks nicht vor dem 2. Januar verkünden. Dies könne sich aber ändern, sollte die Konzernleitung weiter "Öl ins Feuer gießen", so der UFO-Sprecher. Sollte sich der Konzern nicht bewegen, seien ab dem 2. Januar auch Streiks bei den anderen Lufthansa-Töchtern sowie bei der Lufthansa möglich. Diese Streiks könnten dann auch deutlich länger ausfallen, hieß es von UFO.

Lufthansa zeigte sich wenig optimistisch. "Hier wird offensichtlich ein Arbeitskampf missbraucht, um persönliche und finanzielle Interessen des Vorstandsbeauftragten der Gewerkschaft durchzusetzen", teilte Vorstand Detlef Kayser mit. "Der Konflikt ist für uns kaum lösbar, da UFO sich seit Wochen weigert, schriftlich mitzuteilen, was die konkreten Inhalte der Forderungen ihres Beauftragten sind. So kommen wir nicht weiter und auch nicht in die Schlichtung."

Im November fielen 1500 Flüge aus

In dem Konflikt hatte es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

Beide Seiten betonen immer wieder, eine möglichst umfassende Einigung mit einer Vielzahl tariflicher Themen anzustreben. Auf Grundzüge hatte man sich bereits im November bilateral geeinigt, war dann aber im gegenseitigen Misstrauen doch nicht zueinander gekommen. In der Zwischenzeit wurde Lufthansas Personalvorständin Bettina Volkens abberufen, die für einen moderateren Kurs mit der UFO stand.

Die Gewerkschaft verlangt unter anderem eine Rücknahme von Kündigungen und Klagen gegen frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder sowie eine Aufarbeitung des heftigen Konflikts der vergangenen Monate.

Darstellung: