Särge lagern beim Bestattungsunternehmen Grieneisen in Berlin | REUTERS

Daten für erste Februarwoche Sterbefallzahlen etwa auf Vorjahresniveau

Stand: 16.02.2021 15:35 Uhr

Die Zahl der Sterbefälle nähert sich in Deutschland dem Vorjahresniveau. Laut Statistischen Bundesamt starben in der ersten Februarwoche nur ein Prozent mehr Menschen - womöglich wegen der ausbleibenden Grippewelle.

In der ersten Februarwoche sind in Deutschland einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes 20.908 Menschen gestorben - ein Prozent mehr als im gleichen Zeitraum der Vorjahre. In der letzten Januarwoche hatte der Wert im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2020 noch bei plus elf Prozent gelegen, wie das Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Das Statistikamt sieht einen Grund für die nur noch leicht erhöhten Sterbefallzahlen darin, dass die Aktivität sonstiger Atemwegserkrankungen in dieser Wintersaison auf einem vorher nie erreichten, niedrigen Niveau liege und verweist auf den aktuellen Influenza-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI). Normalerweise verursachten diese Atemwegserkrankungen einen Anstieg der Sterbefälle am Jahresanfang. Insbesondere im Jahr 2017 seien die Zahlen durch eine starke Grippewelle in den ersten Wochen deutlich erhöht gewesen.

386 Corona-Todesfälle weniger

Ein Vergleich mit der Zahl der beim RKI gemeldeten Covid-19-Todesfälle sei derzeit bis einschließlich 24. Januar möglich, erklärte das Statistikamt. Die gesamte Sterbefallzahl lag in der dritten Kalenderwoche bei 23.746. Das seien 4053 mehr als im Schnitt der Vorjahre. Registriert worden seien in dem Zeitraum 4294 Covid-19-Todesfälle, 386 weniger als noch in der Vorwoche.

Auf Länderebene liegen die Zahlen bis Ende der zweiten Woche des Jahres vor. Die höchste Differenz zum Durchschnitt der Vorjahre weist demnach weiterhin Sachsen mit plus 54 Prozent (636 Fälle mehr) auf, die Tendenz sei aber rückläufig, so das Bundesamt. Hohe Zahlen meldeten die Statistiker auch aus Thüringen mit einem Plus von 53 Prozent (327 Fälle mehr), Sachsen-Anhalt mit plus 50 Prozent (335 Fälle mehr) und Brandenburg mit plus 48 Prozent (332 Fälle mehr).


Anmerkung: In einer vorherigen Version des Textes hieß es, dass die Zahl der Sterbefälle in der dritten Kalenderwoche bei 4053 Menschen gelegen habe. Richtig ist, dass die gesamte Sterbefallzahl in der dritten Kalenderwoche bei 23.746 lag, und dass es 4053 Fälle mehr waren als im Schnitt der Vorjahre. Wir haben den Text korrigiert.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 16. Februar 2021 um 15:03 Uhr.