Stasiakten

Birthler-Behörde gibt Stasi-Unterlagen frei Akten über NS-belastete West-Agenten einsehbar

Stand: 10.03.2019 06:20 Uhr

Die Birthler-Behörde hat 20 Jahre nach Öffnung der Stasi-Archive bislang gesperrte Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) freigegeben. Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" handelt es sich bei den bis vor Kurzem als vertraulich eingestuften Unterlagen um zwei Bände eines insgesamt 27 Aktenordner umfassenden Forschungsvorgangs des MfS aus den Jahren 1971 bis 1980. Darin sammelte das Ministerium demnach Informationen über die Verwicklung westdeutscher Geheimdienstmitarbeiter und Polizeibeamter in Kriegsverbrechen während der Nazizeit.

Namen früherer Geheimdienstler und Polizeibeamter

In den jetzt von der Birthler-Behörde freigegebenen Akten, die die "Berliner Zeitung" einsehen konnte, finden sich die Namen von früheren Mitarbeitern des Bundesnachrichtendienstes, des Verfassungsschutzes, des Militärischen Abschirmdienstes sowie der Landespolizei von Schleswig-Holstein, von Hamburg und von West-Berlin.

Die Sperrung der Akten des MfS hatte die Behörde nach Rücksprache mit dem Bundesinnenministerium im November 2000 verfügt, als die betreffenden Unterlagen erstmals von einem Journalisten zur Akteneinsicht angefordert wurden.

Gauck und Marianne Birthler
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Im September 2000 löste Marianne Birthler Joachim Gauck als Leiter der Stasiunterlagen-Behörde ab. Gauck ging im Oktober 2000. Und im November desselben Jahres wurde die Sperrung der nun freigegebenen Akten verfügt.

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