Notarztwagen im Einsatz

BGH-Entscheidung Sportlehrer müssen Erste Hilfe leisten

Stand: 04.04.2019 12:33 Uhr

Sportlehrer müssen in Erster Hilfe fit sein und sie rechtzeitig durchführen. Das hat der BGH entschieden. Es ging um einen Schüler, der im Unterricht bewusstlos geworden war und seitdem schwerstbehindert ist.

Von Bernd Wolf, ARD-Rechtsredaktion

Sportlehrer müssen in medizinischen Notfällen in der Lage sein, Erste Hilfe zu leisten. Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschied, haben sie eine Amtspflicht, alle erforderlichen und zumutbaren Erste-Hilfe-Maßnahmen rechtzeitig und ordnungsgemäß durchzuführen. Hilft ein Sportlehrer nicht, haftet das Land für etwaige Schäden von Schülern.

Ein Wiesbadener Schüler der Abi-Klasse war im Sportunterricht bewusstlos geworden; bis der Notarzt kam, hatte er einen Hirnschaden erlitten - wegen Sauerstoffmangels nach Atemstillstand. Er ist heute mit fast 25 schwerstbehindert.

BGH-Urteil: Erste-Hilfe-Maßnahmen sind für Sportlehrer Pflicht
tagesschau 15:00 Uhr, 04.04.2019, Claudia Kornmeier, SWR

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OLG verzichtete auf Gutachten

Seine beiden Sportlehrer hatten weder eine Herzdruckmassage noch eine Mund-zu-Mund-Beatmung vorgenommen. Der Vater verlangt vom Land Hessen Entschädigung von rund 600.000 Euro und eine Rente für seinen Sohn.

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hatte eine Amtshaftung abgelehnt, weil nicht bewiesen sei, dass der Hirnschaden von dem passiven Verhalten der Lehrer herrühre. Das OLG hatte aber auf ein medizinisches Sachverständigengutachten verzichtet; dies war ein Fehler im Verfahren, den die Frankfurter Richter nun korrigieren müssen.

Gut möglich, dass der rund um die Uhr pflegebedürftige Sohn doch noch Schmerzensgeld und Schadensersatz bekommt.

Az: III ZR 35/18

BGH: Sportlehrer zu Erste-Hilfe im Unterricht verpflichtet
Bernd Wolf, SWR
04.04.2019 12:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. April 2019 um 12:00 Uhr.

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